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Urlauber sollen Hauptstadt der Malediven meiden

Ausnahmezustand Urlauber sollen Hauptstadt der Malediven meiden

Weißer Strand, türkisblaues Wasser - die Malediven gelten als das Urlaubsparadies schlechthin. Doch jetzt gefährden Unruhen das bisher ruhige Inselleben. Das Auswärtige Amt rät Reisenden zu besonderer Vorsicht.

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Wegen politischer Unruhen herrscht auf den Malediven der Ausnahmezustand. Reisende halten sich besser von der Hauptstadt Malé fern.

Quelle: Michael Zehender/dpa-Tmn

Malé (dpa) - Wegen eines Ausnahmezustands auf den Malediven hat das Auswärtige Amt von Reisen in die Hauptstadt Malé abgeraten.

„Aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung der angespannten politischen Lage wird Reisenden empfohlen, die Medienberichterstattung zu verfolgen, besonders vorsichtig zu sein und von nicht notwendigen Reisen nach Malé derzeit abzusehen“, hieß es auf der Website des Auswärtigen Amtes. China und Indien rieten allgemein von Reisen in das Urlaubsparadies im Indischen Ozean ab.

Der Präsident des südasiatischen Inselstaates, Abdulla Yameen, hatte am Montag (5. Februar) wegen Unruhen in Malé einen Ausnahmezustand für 15 Tage ausgerufen. Dieser erlaubt es den Sicherheitskräften, strenger gegen Oppositionelle vorzugehen. Der langjährige Präsident Abdul Gayoom und zwei Richter des Obersten Gerichts wurden festgenommen.

Das Gericht hatte am vergangenen Donnerstag (1. Februar) die Freilassung von acht inhaftierten Oppositionspolitikern und eine Wiederaufnahme der Verfahren gegen sie sowie den Ex-Präsidenten Mohamed Nasheed angeordnet. Dieser hatte nach seiner umstrittenen Verurteilung zu 13 Jahren Haft im Jahr 2016 Asyl in Großbritannien gewährt bekommen.

Das Gericht entschied zudem auf Wiedereinsetzung von zwölf Parlamentsabgeordneten - womit die Opposition die Mehrheit hätte. Die Regierung weigerte sich bislang, die Entscheidung umzusetzen.

Die Inselkette ist als Luxus-Urlaubsziel beliebt. Weil man in der Regel direkt vom Flughafen zu den Resorts fahren könne, sei ein Aufenthalt in der Hauptstadt nicht erforderlich, hieß es vom Auswärtigen Amt.

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