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Gutshaus mit neuem Besitzer

Bassendorf Gutshaus mit neuem Besitzer

Die herliche Landschaft an der Trebel und die Ruhe schätzen die Einwohner von Bassendorf (Vorpommern-Rügen).

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Bassendorf liegt an der Trebel und in der Gemeinde Deyelsdorf.

Quelle: Almut Jaekel

Kein Durchgangsverkehr

Bassendorf. „Ich bin nach Bassendorf der Liebe wegen gekommen und geblieben“, sagt Andrea Witt. 2001 war das, und sie hätte das nie bereut. Weit musste sie nicht umziehen, denn zuvor war sie in Tribsees zu Hause. Bassendorf sei etwas ganz Besonderes: Herrlich ruhig, kaum Verkehr – wir können bis spät abends draußen sitzen, die Natur ist einmalig schön. Mit diesen Attributen beschreibt die Wahlbassendorferin ihr Dorf. Nur das Untereinander hätte sich verändert: „Heute macht jeder seins.“

DCX-Bild

Die herliche Landschaft an der Trebel und die Ruhe schätzen die Einwohner von Bassendorf (Vorpommern-Rügen).

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Neuer Wasserwanderrastplatz

Etwas, das aus dem kleinen Dorf in der Gemeinde Deyelsdorf einen besonderen Ort macht, ist die Nähe zur Trebel. Und so führt mein erste Weg gemeinsam mit Bürgermeisterin Sandra Boy auch genau dorthin – zum neu gestalteten Wasserwanderrastplatz am alten Bollwerk, wo Trebel und Trebelkanal in Richtung Nehringen zusammenfließen. Einen schwimmendem Pontonanleger gibt es jetzt dort ebenso wie die überdachte Sitzgruppe und eine hochmoderne Trockentoilette. Sie sind genauso wie Hinweisschilder auf die Historie und die Natur im Trebeltal mit europäischen Mitteln und Eigenanteilen der Gemeinde entstanden. „Das alles gehört zum Erlebnispfad, der in Zusammenarbeit von Deyelsdorf, Grammendorf und Tribsees entsteht“, informiert die Bürgermeisterin. Bisher sei das alles aber noch nicht viel genutzt worden, weiß sie. Dass künftig Massen an Touristen nach Bassendorf strömen, kann sie sich nicht vorstellen, aber einige Wasserwanderer seien unterwegs und auch Radfahrer würden gern ihre Runde bis nach Bassendorf drehen.

Neue Eigentümer

Übrigens sei das Gutshaus verkauft, verrät Sandra Boy weiter. Die neuen Eigentümer hätten sich schon bei ihr vorgestellt und erklärt, sie würden gern etwas fürs Dorf auf die Beine stellen und hätten auch Ferienwohnungen geplant. Den Gutshaus-Verkauf bestätigt Marianne Löhr, die vorherige Besitzerin, die dort seit Anfang der 2000er-Jahre Jugendliche betreut. Junge Menschen, die in ihren Elternhäusern nicht mehr leben. Diese Jugendarbeit will sie weiterhin betreiben – ebenfalls in Bassendorf in kleinerem Rahmen. „Es lebt sich so schön hier, deshalb bleibe ich hier“, sagt sie. Der sanfte Tourismus, der entwickelt wird, gefalle ihr. „Es werden immer nur Menschen hierher kommen, die Ruhe suchen und die Natur schätzen“, ist sie überzeugt.

Für Familien und Kinder ideal

Die hohe Lebensqualität, die man hat, wenn man in Bassendorf lebt, bestätigt auch Nicole Becker, die mit ihrem Mann die Firma „Vorsicht Geschmack“ betreibt. Die Idee des Wasserwanderrastplatzes findet sie toll, die Umsetzung allerdings eher fragwürdig. „Wir lebten in Hamburg, als unser ältester Sohn geboren wurde. Damals war uns klar, dass wir unsere mittlerweile vier Kinder nicht in der Großstadt aufwachsen lassen, und wir haben uns auf die Suche nach einem Grundstück gemacht. Sie wurden fündig und betreiben dort jetzt ihr Geschäft. 14 Jahre ist der Sohn inzwischen, zwei Jahre jünger seine Schwester und ein Zwillingspärchen von fast vier vervollständigt das Quartett. „Für kleine Kinder ist das Dorf ideal“, weiß Nicole Becker. Für den Teenager sei es schon schwieriger. „Aber fahren muss man überall“. Mindestens 20 Kinder gebe es in Bassendorf und das sei sehr schön.Da wird es nicht nur Familie Becker freuen, dass die Gemeinde plant, die Spielplätze aufzuwerten. „In Bassendorf gibt es lediglich einen Fußballplatz mit Toren ohne Netz. Da werden wir etwas tun“, verspricht Sandra Boy.

Almut Jaekel

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