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Polizei sichert Mai-Demos in Landeshauptstadt ab

Schwerin Polizei sichert Mai-Demos in Landeshauptstadt ab

Rund 100 Vermummte aus der linken Szene erhalten in Schwerin Platzverweise. Unweit davon demonstrieren 400 Anhänger der NPD. Und auf dem Markt absolviert Bundesfamilienministerin Schwesig ihren ersten Arbeitstag nach der Babypause.

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Aktivisten linker Gruppen werden in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) auf dem Obotritenring von Polizeikräften eingekesselt.

Quelle: Jens Büttner/cornelius Kettler

Schwerin. Mit zahlreichen Veranstaltungen haben die Gewerkschaften am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern den Tag der Arbeit gefeiert. Im Zentrum stand die Forderung nach gerechten Löhnen und mehr Tarifbindung von Unternehmen im Nordosten. Das Motto lautete: „Zeit für mehr Solidarität“. Allein in Schwerin kamen nach Angaben des DGB rund 800 Teilnehmer.

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Rund 100 Vermummte aus der linken Szene erhalten in Schwerin Platzverweise. Unweit davon demonstrieren 400 Anhänger der NPD. Und auf dem Markt absolviert Bundesfamilienministerin Schwesig ihren ersten Arbeitstag nach der Babypause.

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In Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) forderte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) eine zügige Angleichung der Renten in Ost und West und einen Zwischenschritt im kommenden Jahr. „Das muss die Bundesregierung jetzt angehen“, sagte Sellering vor mehreren hundert Kundgebungsteilnehmern. „Es kann nicht sein, dass es über 25 Jahre nach der Deutschen Einheit noch immer eine Rente Ost und eine Rente West gibt.“

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) sprach in Schwerin an ihrem ersten Arbeitstag nach der Babypause auf zwei DGB-Kundgebungen. Vor rund 100 Zuhörern auf dem Grunthalplatz am Hauptbahnhof zeigte sie sich erfreut, dass es gelungen sei, die NPD dort nicht demonstrieren zu lassen. Die Stadtverwaltung hatte der rechtsextremen Partei einen anderen Platz zugewiesen. Als Grund dafür wurde auch die historische Bedeutung des Ortes genannt: Auf dem Grunthalplatz war am 2. Mai 1945 Marianne Grunthal von Nazis gehängt worden, weil sie nach dem Selbstmord Adolf Hitlers erleichtert ausgerufen hatte: „Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!“

Die Polizei war in Schwerin mit einem Großaufgebot im Einsatz, um Zusammenstöße zwischen Demonstranten des rechten und des linken Lagers zu verhindern. Am Vormittag sprach sie Platzverweise gegen rund 100 Vermummte aus der linken Szene aus, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Gruppe habe sich am Obotritenring, der die Innenstadt zum Teil umschließt, Anweisungen der Polizei widersetzt. Ganz in der Nähe demonstrierte die NPD mit rund 400 Teilnehmern.

Bei Bentwisch (Landkreis Rostock) musste am Morgen der Zugverkehr für etwa eine Stunde unterbrochen werden, weil brennende Autoreifen im Gleisbett lagen, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Die Zugreisenden aus Richtung Stralsund - darunter eine Reihe Demonstranten aus dem rechten Lager, die nach Schwerin wollten - mussten per Schienenersatzverkehr weiterfahren.

Von Steinke, Kay

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