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Schimmel übersehen - verdorbene Lebensmittel umtauschen

München Schimmel übersehen - verdorbene Lebensmittel umtauschen

Wer sich im Supermarkt verdorbenes Obst oder Gemüse eingehandelt hat, ist selbst schuld? Das stimmt so nicht - es ist ein Mangel, den man reklamieren kann. Was Verbraucher tun sollten.

München. Nicht immer sind Obst und Gemüse aus dem Supermarkt frisch. Das zeigt auch eine Stichprobe vom NDR - dabei hatten die Tester in 15 von 17 Supermarktfilialen verdorbenes Obst und Gemüse entdeckt.

Verbraucher müssen deshalb genau hinschauen - das gilt besonders für verpacktes Obst und Gemüse, sagt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Beispielsweise in einem Schälchen mit Erdbeeren, einem Netz mit mehreren Mandarinen oder einer Plastikschale mit Pilzen können sich verdorbene Exemplare befinden.

Umtauschen:  Entdecken Verbraucher das erst nach dem Kauf in der heimischen Küche, sollten sie das Produkt umtauschen. „Auch wenn der Käufer das theoretisch vor dem Kauf hätte sehen können, ist das ein Mangel“, sagt Daniela Krehl. Wichtig: Mit dem Tausch darf man sich natürlich nicht allzu lange Zeit lassen - sonst könnte das Produkt ja theoretisch auch erst nach dem Kauf verdorben sein. „Wenn möglich, macht man das noch am selben Tag.“

Sorgfältig anschauen: Verbraucher dürfen die Produkte genau begutachten - und beispielsweise den Drucktest machen, sagt Krehl. Wer Obst oder Gemüse in einer Verpackung kauft, sollte Produkt und Material anschauen: Sind Luftlöcher vorhanden? Kann man alles einsehen? Wie sieht beispielsweise der verpackte Salat von unten durch die Packung aus?

Probleme melden:  Wer in seinem Supermarkt schon häufiger, verdorbenes Obst und Gemüse gesehen hat, sollte das melden. „Fair ist, sich erstmal ans Personal oder den Marktleiter zu wenden“, sagt Krehl. Denn beispielsweise Schulungen für die Mitarbeiter und ein anderes Bewusstsein können schon helfen. Verbessert sich die Situation nicht, kann man sich auch an die Lebensmittelüberwachung wenden, sagt Krehl. Die Experten dort müssen solchen Hinweisen nachgehen - und zwar anonymisiert, erklärt Krehl.

dpa/tmn

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