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Karlshagen: Kinder wünschen sich neuen Bolzplatz

Karlshagen Karlshagen: Kinder wünschen sich neuen Bolzplatz

Spielfläche in der Straße der Freundschaft ist uneben / Tore haben keine Netze / Bürgermeister kündigt Bau eines neuen Beach-Soccer-Platzes an

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Mehr als Jonglieren ist auf dem löchrigen Sandareal auf dem Spielplatz nicht drin: Philipp, Max und Marvin (v.l.). FOTOS (2): HENRIK NITZSCHE

Karlshagen. Dribbeln wie Ronaldo, Flanken wie Dortmunds Dembelé und Toreschießen wie Lewandowski – die großen Fußballstars sind Vorbilder für die kleinen Kicker aus Karlshagen. Kaum sind sie von der Schule gekommen, geht es an die frische Luft zum Bolzen. Hinter dem Wohnblock in der Straße der Freundschaft auf den Wäscheplatz – „die Bewohner meckern aber immer mit uns und wollen, dass wir hier verschwinden“, sagt Max Holtz. Der Sechsjährige aus Karlshagen spielt mit seinem Bruder Marvin (10) und Philipp Hirr (10) gerne auf der Grünfläche zwischen gewaschenen Shirts und Hosen. Und das sorgt regelmäßig für Ärger. „Hier ist der Platz eben, da kann man viel besser passen und schießen. Die Wäschestangen dienen als Torpfosten“, meint Philipp. Einen Bolzplatz gibt es zwar gleich um die Ecke auf dem Spielplatz, doch der verdient seinen Namen nicht. „Der Platz ist an vielen Stellen sehr tief. Da ist die Verletzungsgefahr groß“, sagt Vater Enrico Hirr und zeigt auf den Platz mit Strandsand. An vielen Stellen kommt das Unkraut durch, die Tore haben keine Netze. „Hier macht es keinen Spaß zu spielen. Wir wünschen uns einen neuen Bolzplatz“, sagt Philipp, der dreimal in der Woche wie Marvin beim Greifswalder SC trainiert. Max spielt in Zinnowitz.

 

OZ-Bild

2014 wollten wir bereits den Platz für 35 000 Euro umgestalten. In der Gemeinde- vertretung fand sich keine Mehrheit.Christian Höhn, Bürgermeister

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Dass der Wäscheplatz zum Kicken genutzt wird, ist aus Sicht von Enrico Hirr „nicht optimal. Die Rasenfläche ist aber eben. Mir wäre es auch lieber, wenn sie auf dem Spielplatz bolzen. Wir reden seit Jahren schon über einen neuen Platz, doch es tut sich nichts“, ärgert sich der Karlshagener.

Doch, es tut sich was, sagt Karlshagens Bürgermeister Christian Höhn. „Wir wollen den Spielplatz in der Straße der Freundschaft umgestalten. 25 000 Euro sind dafür eingeplant. Bestandteil der Neugestaltung ist auch der Bau eines Beach Soccer Platzes“, verdeutlicht das Gemeindeoberhaupt. Ende Juli soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Das Greifswalder Ingenieurbüro Schmidt sei mit der Planung beauftragt worden. „Die Ausschreibung ist raus. Vorgesehen ist ein 10 mal 15 großes Spielfeld mit Strandsand“, informiert Jörg Klatt vom Ingenieurbüro. Die Tore (1,20 Meter breit, 80 cm hoch) werden mit Akustreben ausgestattet, so dass kein Tornetz benötigt wird. „Unter dem Sand kommt eine Folie, so dass das Unkraut nicht durchkommen kann“, sagt Klatt, der Anfang August mit dem Beginn der Bauarbeiten rechnet.

Bürgermeister Höhn verweist aber auf Alternativen im Ort für die Freizeitkicker, wie die Bolzwiese am Jugend- und Vereinshaus in der Hafenstraße. „Da gibt es vernünftige Tore, der Rasen ist auch in Ordnung. Da kann man gut Fußball spielen.“

Philipp, Max und Marvin wollen lieber in der Straße der Freundschaft bleiben. Ob sie auf dem Sandplatz spielen, muss man abwarten. „Der Sozialausschuss der Gemeindevertretung hatte sich für diesen Bodenbelag entschieden“, sagt Klatt zum Sandplatz, der sich für Fallrückzieher und andere Tricks aber gut eignen sollte.

Henrik Nitzsche

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