Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Kita-Knirpse auf dem Weg zum Erfinder

Broderstorf Kita-Knirpse auf dem Weg zum Erfinder

„Kinderland“ in Broderstorf ist nun „Haus der kleinen Forscher“ / Kids experimentieren mit Ministerin

Voriger Artikel
32 Babys bedeuten Rekordwoche
Nächster Artikel
Sport frei für Vorschul- und Kindergartenkinder

Haben die Zahlen 1 bis 9 spielend gelernt: (vorn, v.r.) Amelie, Lina-Amelie, Laura, (hinten, r.) Miria und Kilian.

Broderstorf. Elena füllt mit der Pipette „pinkes Wasser“ in Reagenzgläser. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) beobachtet sie aufmerksam: „Willst du mal in einem Labor arbeiten?“– „Nein ich möchte Erfinderin werden“, erklärt die Fünfjährige selbstbewusst. Das Mädchen besucht die Integrative Kita „Kinderland“ in Broderstorf, die seit gestern ein „Haus der kleinen Forscher“ ist.

OZ-Bild

„Kinderland“ in Broderstorf ist nun „Haus der kleinen Forscher“ / Kids experimentieren mit Ministerin

Zur Bildergalerie

Hohem Besuch aus Politik und Wirtschaft haben die Knirpse demonstriert, dass sie Spaß am Entdecken haben und mit Begeisterung lernen. Die frühkindliche Bildung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) habe in Kitas und Tagespflegeeinrichtungen einen hohen Stellenwert, wie Landesministerin Drese betont. Im Broderstorfer „Kinderland“ wurde gestern der Auftakt für das landesweite Projekt „MINTKids MV“ gegeben. „Die MINT-Bildung steht für mehr Bildungsgerechtigkeit und entwickelt Kompetenzen, von denen Mädchen und Jungen ihr Leben lang profitieren“, erklärt Drese.

„Kinder können uns unendlich viele Löcher in den Bauch fragen“, erzählt Kita-Leiterin Nicole Niemann. „Deshalb haben wir beschlossen, ihnen Raum, Struktur aber auch viele Freiheiten zum Experimentieren zu bieten. Die Kinder haben uns den Weg gezeigt, wir begleiten sie nur“, sagt Niemann. Schon seit einiger Zeit wird im „Kinderland“ entdeckt und geforscht. Alle Räume sind mit mobilen Experimentierwagen ausgestattet, an denen sich die Kinder bedienen können.

Amelie, Miria, Lina-Amelie, Kilian und Laura haben im Enten-Zahlen-Land das Zählen gelernt und wissen genau wie Einsen und Neunen aussehen. Cecilia, Marvin, Ben und Lukas sind Energiepolizisten und bringen eine Glühlampe zum Leuchten und einen Propeller zum Drehen. Thomas Lambusch, Vorstandschef der Nordmetall-Stiftung, die das Projekt unterstützt, ist beeindruckt. „Wir brauchen Menschen, die forschen, Spaß an Technik haben, dann sind sie auch später diesen Themen gegenüber positiv eingestellt.“ Talente fördern, den Zusammenhalt stärken und den Norden bereichern, das will die Nordmetall-Stiftung, die den Kitas Leihstationen zur Verfügung stellt, an denen die Kleinen spielerisch lernen, wie Luftstrom, Luftdruck und Magnetismus funktionieren. „Es gibt 19 Stationen. Wir haben immer fünf und wechseln alle fünf Wochen“, berichtet Kita-Leiterin Niemann. „Unser Ziel ist es, diese Stationen irgendwann nachbauen zu können.“ Mit großem Spaß blasen Mia und Maximilian an der Luftdruckhebebühne ein Kissen auf. „Mach mit“, fordern die Fünfjährigen die Ministerin auf. „Genauso nehmen die Kinder auch ihre Eltern mit ins Boot“, ist Nicole Niemann vom Projekt überzeugt.

Bis Ende des Jahres sollen sich landesweit 30 Kitas zum „Haus der kleinen Forscher“ entwickeln, kündigt Projektleiterin Susa Bach an. „Es können auch mehr sein.“ Das Netzwerk MINTKids will Bildungsangebote mit regionalen Partnern aufzeigen, aus denen Kitas das für sie Passende auswählen können.

„Wir brauchen Fachkräfte und müssen deshalb so früh wie möglich die Begeisterung für technische Berufe wecken“, unterstützt auch Manfred Lehde vom Bildungswerk der Wirtschaft das Projekt.

Initiative MINTKids

MINTKids MV ist eine gemeinsame Initiative der Nordmetall-Stiftung, der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ sowie des Sozialministeriums. Darüber hinaus erhält das Projekt Unterstützung von der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern. Projektträger ist das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern. Das Netzwerk unterstützt Kitas bei der Suche nach dem passenden MINT-Bildungsangebot (MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik).

Doris Kesselring

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wohnpreis-Index
Für Studenten ist es schwer, eine günstige Unterkunft zu finden.

München, Berlin, Heidelberg - Studenten müssen in vielen Städten für Wohnungen heute laut Forschern deutlich mehr zahlen als noch vor einigen Jahren. Und Besserung ist nicht in Sicht.

mehr
Mehr aus Familie Senioren und Kinder