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Rebus prüft Ausbau des Stadtverkehrs

Bad Doberan Rebus prüft Ausbau des Stadtverkehrs

Vertrag für Citybus in Bad Doberan verlängert / Haltestelle am Moorbad im Gespräch

Bad Doberan. Er verbindet den Buchenberg, das Einkaufszentrum, die Innenstadt und Althof: Vier Mal am Tag fährt der Citybus in der Woche durch Bad Doberan. Das Verkehrsunternehmen Rebus, die Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) und die Wohnungsbau- und Investitiongesellschaft (Wig) haben den Vertrag jetzt verlängert. Erstmals beteiligt sich auch die Stadt finanziell an der Buslinie. Doch nicht alle Teile der Stadt sind an das Netz der Linie 124 angeschlossen. Derzeit wird geprüft, ob das Streckennetz erweitert wird.

 

OZ-Bild
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„„Es ist vielleicht angebracht, mehr Straßen anzu- binden, vor allem das Moorbad und das Wohngebiet dort. Ich bin auch dafür, mehr Haltestellen einzurichten, zum Beispiel eine am Weidengrund.“ Marianne Böckenhauer Vorsitzende Seniorenbeirat Doberan

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„Die Stadt beteiligt sich jetzt auch mit etwa 1800 Euro im Jahr am Citybus“, sagt Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos) und würde sich freuen, wenn man wie in Güstrow einen Stadtbus etablieren könnte, der im Stundentakt Haltestellen anfährt. Vor allem auf dem Buchenberg sieht er Handlungsbedarf. Hier gebe es keine Einkaufsmöglichkeiten mehr. Die Rentner würden sich mit ihrem Rollator den Berg zum Einkaufszentrum (EKZ) Walkenhagen hinunterquälen. Bisher fährt der Citybus hier zwei Mal am Tag in Richtung EKZ, einmal vormittags und einmal am Nachmittag. „Es wird jetzt eine Analyse gemacht“, kündigt Thorsten Semrau an. „Wenn man die Frequenz der Linie verstärken könnte, wäre das eine Verbesserung der Lebensqualität.“

Rebus-Geschäftsführerin Simone Zabel bestätigt, dass mit der Stadt erste Vorstellungen hinsichtlich der Streckenführung, zusätzlicher Haltestellen sowie mögliche Fahrplanerweiterungen diskutiert worden seien. „Die Citylinie wurde auch im zurückliegenden Jahr gut genutzt, bei etwa gleichbleibenden Fahrgastzahlen“, so Simone Zabel.

„Ein Zuwachs an Nutzern wäre durch eine Ausweitung des Angebotes möglich. Diese kann jedoch nur gemeinsam mit Unterstützung aller Partner realisiert werden. Zudem muss die Wirtschaftlichkeit der Linie im Blick behalten werden.“

Anbindung von Bahnhof und Moorbad wird geprüft

Rebus prüfe, auf welche Weise zusätzliche Haltestellen eingerichtet werden könnten. „Das betrifft beispielsweise eine optionale Einbindung des Moorbades, des Bahnhofes, des Krankenhauses und des neuen Wohngebietes am Ostseewohnpark ,Kammerhof’.“ Des Weiteren werde gegenwärtig erfasst, welche Straßen in Bad Doberan durch größere Niederflurbusse befahren werden können. An einigen Stellen in Bad Doberan wird es eng für große Busse, beispielsweise vom Markt zum Friedhof. Daher wird als Citybus ein knapp 8,50 Meter langes Fahrzeug eingesetzt.

Die Prüfung einer Streckenerweiterung und das Einrichten von mehr Haltestellen begrüßt Marianne Böckenhauer, Vorsitzende des Seniorenbeirats Bad Doberan, und hebt die Wichtigkeit des Citybusses hervor. „Der darf auf keinen Fall weg.“ Gerade die Haltestelle am Friedhof sei wichtig, der Fußweg für viele Ältere dorthin zu lang. „Es ist angebracht, mehr Straßen anzubinden vor allem das Moorbad und das kleine Wohngebiet dort.“ Davon würden auch die Kurgäste profitieren. Einige Haltestellen lägen weit auseinander. Für ältere Menschen, die auf den Bus angewiesen sind, seien das manchmal lange Wege. Eine Haltestelle am Wiesengrund könne beispielsweise helfen.

„Wir freuen uns, dass es mit dem Citybus weitergeht. Die Nutzerdaten sind stabil“, sagt Wig-Geschäftsführer Arno Gutzmer. Fünf bis 17 Fahrgäste nutzen den Bus pro Fahrt, teilt Rebus mit. „Ich finde gut, wenn das Streckennetz erweitert wird, vor allem eine Verbindung zum weiterführenden Verkehr mit der Bahn hergestellt wird“, so Gutzmer. Eine höhere Frequenz im Wohngebiet könne nur positiv sein.

Es sei aber auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit.

Anja Levien

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