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Was Senioren bewegt: Von Graffiti bis zur Gartenpacht

Greifswald Was Senioren bewegt: Von Graffiti bis zur Gartenpacht

6. Seniorentage klingen mit einer Gesprächsrunde zwischen dem Oberbürgermeister und ehemaligen Energiewerke-Mitarbeitern aus

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An die 80 Senioren waren zu dem Dialog mit dem OB gekommen.

Greifswald. „Es ist eine Katastrophe“, sagt Hans-Joachim Krüger und spricht damit ein Thema an, das ihm auf der Seele liegt: „Die vielen Schmierereien verschandeln unsere Stadt. Was unternehmen Sie dagegen“, fragte er Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne), der sich Donnerstag einem Dialog mit Senioren stellte.

Bei der Gesprächsrunde, zu der die EWN-Senioren (ehemalige Mitarbeiter der Energiewerke Nord) innerhalb der 6. Greifswalder Seniorentage eingeladen hatten, musste sich Fassbinder manchen Unmut der etwa 80 Gäste anhören. Das reichte vom Ärger über Unkraut, kaputte Straßen in der Stadtrandsiedlung, dem fehlenden Radweg zum Marktkauf nach Neuenkirchen bis hin zu den hohen Hafengebühren, die die Segler laut Vorschlag der Stadt künftig zahlen sollen. Fassbinder blieb keine Antwort schuldig, wenngleich seine Aussage nicht immer befriedigte.

Gegen Graffiti etwa helfe nur, „sie sofort zu beseitigen“, sagte er, denn damit verlören die Schmierereien ihren Reiz. „Wir können nicht neben jede Hauswand einen Polizisten stellen.“ Defekte Straßen seien der Verwaltung bekannt. Es gebe einen Plan, diese zu sanieren. „Aber nicht immer ist das von den Bürgern gewollt“, so Fassbinder, denn sie werden bei Anliegerstraßen ebenfalls zur Kasse gebeten. „In Ladebow etwa gibt es heftigen Widerstand“, informierte er.

Eine Frau monierte die Ampelschaltung an der Stralsunder Straße/Ecke Ladebower Chaussee. Am Nachmittag gebe es dort einen enormen Rückstau, weil die Werftmitarbeiter Feierabend hätten. Sie regte an, die Ampelphasen zu ändern. Und der OB versprach, sich um das Problem zu kümmern.

Leonhard Bienert indes äußerte sein Unverständnis über den geschlossenen Campingplatz in Eldena: „Was will die Stadt denn mit der Fläche, die der Investor kaufen will, aber nicht bekommt?“, fragte er. Darauf antwortete Fassbinder nicht, erklärte stattdessen, dass er über den Investor sehr verärgert sei. Schließlich würden andere Investoren auch auf Pachtland investieren. Warum sich der Campingplatzbetreiber quer stelle, verstehe er nicht. Peter Kroll wiederum bat den OB, sich für ein Stadtmuseum stark zu machen. Als Historiker sollte ihm das eine Herzenssache sein. Wohl wahr, so Fassbinder, doch so ein Museum sei ein Zuschussbetrieb, die Finanzierung schwierig. Dasselbe treffe auf das von Bernd Rölecke angeregte Technikmuseum über die Energiewerke zu. Kein Thema für die Stadt, so Fassbinder, aber er hoffe, dass die EWN-Geschichte bald im Pommerschen Landesmuseum zu sehen ist. Denn den noch fehlenden Teil ab 1945 habe er dort vor seiner OB-Wahl selbst konzipiert.

ph

OZ

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