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Fränkisches Seenland feiert Dreißigsten
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Pfofeld Fränkisches Seenland feiert Dreißigsten

Das Fränkische Seenland vor den Toren Nürnbergs lockt seit 30 Jahren Badefans und Gäste an. Nach einem zwischenzeitlichen Tief arbeiten die Verantwortlichen nun an neuen Attraktionen für die Touristen.

Pfofeld. Das nun 30-jährige Fränkische Seenland ist ein starker Wirtschaftsfaktor in der Region. Die Einkünfte im Tourismusbereich hätten mittlerweile vielen Dörfern einen deutlichen Aufschwung beschert, sagte Gerhard Wägemann (CSU), Landrat von Weißenburg-Gunzenhausen.

Das sei auch der Grund dafür, dass das Fränkische Seenland von der Landflucht in Richtung der Städte weniger betroffen sei als andere Regionen, fügte er hinzu. 1986 wurde mit der Flutung des Altmühlsees der Grundstein für das neue Urlaubsgebiet gelegt. Das landwirtschaftlich geprägte Brombachtal hat sich seitdem zum begehrten Ziel von Wassersportlern und Sommerfrischlern gemausert: 2015 verzeichnete die Region um den Altmühlsee, den Brombachsee und den Rothsee mit mehr als 960 000 Übernachtungen einen Rekordwert.

„Ich muss wirklich sagen, ich halte die 30 Jahre für eine Erfolgsgeschichte, denn die Region hat sich hervorragend entwickelt“, sagte Wägemann. Das ursprünglich als Ingenieursprojekt für die bessere Wasserversorgung Nordbayerns geplante Seenland habe sich auch für den Tourismus, der einst nur als Nebeneffekt angesehen wurde, ausgezahlt. „Aus der Nische ist ein klarer Wirtschaftsfaktor geworden“, sagte er.

Die Seenland-Region punktet als Modellregionen für Barrierefreiheit mittlerweile unter anderem als Urlaubsdestination für gehandicapte Menschen. Allerdings müssten Privatanbieter dafür noch mehr ins Boot geholt werden, betonte Wägemann.

Ein weiteres Ziel seien sogenannte saisonverlängernde Maßnahmen. Sich auf warme Tage in der Sommersaison zu verlassen, sei risikoreich. „Da müssen wir weiterarbeiten“, betont Wägemann. Der Ausbau von Wanderwegen, Kneipp-Anlagen und Wohnmobil-Stellplätzen solle künftig noch mehr Touristen im Frühjahr oder Herbst locken.

Schließlich komme man fast nirgendwo sonst in Bayern so nah an die Seen. Die freie Zugänglichkeit bis an die Uferlinien, die nicht von Privatanwesen in Beschlag genommen würden, sei „ein Pfund, mit dem wir schon wuchern“, sagte Wägemann mit Blick auf die oberbayerische Seen-Konkurrenz.

dpa

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