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Kuschellook für den Herbst

Ponchos sind in Mode Kuschellook für den Herbst

Er ist praktisch und lässt sich prima kombinieren: Der Poncho ist in diesem Herbst das perfekte Stück zum Hineinkuscheln. Doch welches Modell steht welcher Frau?

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Einfach überwerfen, fertig: Ponchos sind praktisch und wirken leger - hier ein Modell von Sheego (Poncho ca. 45 Euro, Tunika ca. 35 Euro, Cordrock ca. 40 Euro).

Quelle: Sheego

Berlin. Wenn draußen die Blätter von den Bäumen fallen, wird die Kleidung kuscheliger und bequemer. Der Poncho passt perfekt in diese Jahreszeit - und ist aktuell in nahezu jeder Kollektion zu finden.

Er sei nicht nur äußerst praktisch, weil man ihn einfach nur überwerfen muss und genauso leicht wieder ausziehen und in der Tasche verstauen kann, erklärt Christel Wickerath von der Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“. „Er ist außerdem sowohl sportlich leger als auch elegant.“ Damit passe der südamerikanische Umhang zum aktuellen Stil, bei dem Gemütlichkeit und weiche Formen großgeschrieben werden.

In diesem Jahr sei er etwas länger geschnitten, hat die Stil- und Typberaterin Janine Katharina Pötsch aus München beobachtet. „Er wird verstärkt als Mantel getragen.“ Entsprechend seien die Materialien vielfältiger. „Wir sehen viel Samt, der Poncho als Rotkäppchenumhang sozusagen.“ Diese Variante hat aber einen Nachteil: „Der Stoff ist sehr schwer und trägt automatisch etwas auf.“

Alternativ böten sich feine Kaschmir-Merino-Mischungen an, ergänzt Stilberaterin Ines Meyrose aus Hamburg. Der Trend gehe weg vom Grobstrick hin zu filigraneren Verarbeitungen. „Feinstrick-Ponchos verleihen einen sehr edlen Look.“

Oft seien die Ponchos in ruhigen Farben gehalten, die zu allem kombinierbar sind, erläutert Wickerath. Das könne Grau sein, Taupe, Beige, Wollweiß oder bei einem Abendponcho auch ein Denim-Blau. Der Mantel dürfe aber durchaus auch ein farbliches Statement setzen, findet Meyrose. Hierfür eignen sich Modelle in Orange, Pink, Olive- oder Tannengrün. Pötsch sieht auch Safrangelb im Kommen.

Wem einfarbige Ponchos zu schlicht sind, kann zu Varianten mit bunten Mustern greifen. „Es gibt eine Tendenz zur Folklore, also starke Musterungen und kräftige Farben“, so Wickerath. Insbesondere Karos in verschiedenen Größen kommen zum Einsatz. „Kleine Frauen sollten aber eher zu Vicky-Karos, also kleinen Karos greifen, denn große Musterungen lassen den Körper optisch kleiner wirken und tragen auf“, meint Pötsch. Je größer man ist, desto voluminöser dürften auch die Musterungen sein.

Neben Schottenmustern und volantartigen Rändern dienen Fransen der Verzierung. „Vergangenes Jahr hatten wir edle Kaschmirponchos mit Fransen. Das wird dieses Jahr vielfach kopiert“, sagt Wickerath. Diese seien sehr lang und aus Leder oder Kordel gefertigt. Einige sind mit Perlen verziert.

„Manche Designer haben aus dem Poncho ein Hybrid genäht“, erklärt Wickerath. Gemeint sind damit etwa Ponchos mit Knöpfen oder Schließen auf der Vorderseite oder im Schulterbereich. „Dadurch kann der Poncho nicht mehr so leicht verrutschen, die typische Form bleibt dabei aber erhalten.“ Eine Alternative ist das Cape. „Es hat, anders als der Poncho, Armschlitze und ist nun auch in der typischen Poncho-Form erhältlich.“ Überhaupt werde die Form des Ponchos variabler, ergänzt Meyrose. Neben Rauten gebe es runde und ovale Formen. Bei viereckigen Modellen gehe die Tendenz zu länglichen Rechtecken.

Ein Poncho steht aber nicht jedem, warnt Pötsch. „Frauen, die etwas fülliger und noch dazu klein sind, schmeichelt er einfach nicht, weil die Körpermitte betont wird.“ Oft könne ein hoher Stiefel jedoch helfen, den Körper optisch zu verlängern.

Reicht der Poncho bis zum Knie, sollten Frauen eine enganliegende Hose dazu kombinieren. „Eine Skinny sieht super aus mit einem Poncho“, so Pötsch. Aber auch eine unten weiter geschnittene Hose könne passen, findet Wickerath. „Der Poncho sollte dann aber nicht so lang sein, höchstens bis zum Schritt, damit man noch eine schöne Taillensilhouette hat.“ Schlank lässt Frauen ein hüftlanger Poncho in Dreiecksform wirken, da er laut Meyrose eine Sanduhrfigur erzeugt.

Kombiniert werden dürfe der Poncho auch mit einem Rock. „Er sollte aber länger sein als der Poncho, sonst sieht es komisch aus“, rät Pötsch. Und weil der Poncho eine A-Form hat, sollte der Rock eine V- oder H-Form haben. Das Oberteil sollte schmal sein, damit der Oberkörper nicht wuchtig wirkt. „Frauen mit großem Busen rate ich zudem eher zu Feinstrick-Ponchos“, sagt Pötsch. „Große, schlanke Frauen können auch gut grob gestrickte Teile tragen.“ Norwegerstrick verleihe wiederum einen burschikosen Look. Besonders festlich sehen Ponchos aus Pannesamt, Ausbrenner und Chiffon aus. „Den wie eine Strickjacke zu einem schulterfreien Kleid zu tragen, ist ein echter Hingucker“, meint Wickerath.

dpa/tmn

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