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Auf Baumfall droht Zoff

Ziemitz Auf Baumfall droht Zoff

Seit 33 Jahren wohnt Anita Bottke auf einem Insel-Grundstück in Ziemitz auf Usedom. Als die 56-Jährige von ihrem Osterausflug zurück kam, lag plötzlich ein achtjähriges Eschen-Ahorn vom Grundstück Bottkes auf dem benachbarten, gemeindlichen Rasen.

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Der Baum wurde am Stamm bereits früher angesägt.

Quelle: Hannes Ewert

Ziemitz. Es passiert nicht oft, dass die Polizei für einen Notfall nach Ziemitz gerufen wird. Zu Beginn dieser Woche war jedoch einer dieser Tage, an dem die Beamten hierher ausrücken mussten. Im Fokus des Einsatzes stand ein umgefallener Baum. Warum er dort liegt, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Fest steht, dass der achtjährige Eschenahorn auf dem Grundstück von Anita Bottke stand. „Ich wohne seit 33 Jahren hier, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Er wurde mutwillig umgeworfen. Das geht es zu weit“, sagt die 56-Jährige. Sie vermutet, dass der Eschenahorn mit Absicht zu Fall gebracht wurde. „An der Rinde erkenne ich drei Stellen, an denen mit Seilen gezogen wurden. Die Abriebstellen sind noch eindeutig zu erkennen“, erklärt sie.

Der Ärger mit dem Eschenahorn begleitet sie schon seit dem vergangenen Sommer. „In einer Nacht wurden auf einmal die Zweige auf einer Seite des Baumes abgeschnitten. Am Morgen waren sie weg“, berichtet sie. In der vergangenen Woche erlebte die Usedomerin nun die nächste Auflage des Baum-Ärgers. „Der Stamm wurde an der untersten Stelle angesägt. Wahrscheinlich wollte jemand nachhelfen, damit er beim nächsten Sturm von alleine fällt“, sagt sie. Notdürftig rieb sie Wundpaste auf die angesägte Stelle, damit sich der Baum erholt.

Der Höhepunkt ihres Ärgernissen ereilte sie jedoch nach der Rückkehr aus den Osterfeiertagen. „Als wir wiederkamen, lag der Baum auf der Seite. Ich konnte es kaum glauben“, erklärt sie. Erst bei der genauen Betrachtung sah sie die Abriebstellen.

Da sich der Baum in unmittelbarer Umgebung zum Peenestrom befindet, vermutet sie, dass umliegende Anwohner bei der Fällung nachgeholfen haben. „Beweisen kann ich es jedoch nicht. Entweder ich war nicht da, oder es passierte in der Nacht. Auf jeden Fall haben nun andere freie Sicht auf den Peenestrom, welche sie vorher nicht hatten“, sagt sie.

Sauzins Bürgermeister Jürgen Steinbiß weiß, dass an dem besagten Tag Sturmstärke zehn herrschte. „Da kann auch schon mal ein Baum umfallen. Wir sind froh, dass keiner verletzt wurde“, sagt er. Der Eschenahorn fiel nun auf ein Gemeindegrundstück. Weiter möchte er sich zu dem Vorfall nicht äußern.

Polizeisprecher Axel Falkenberg bestätigte auf OZ-Nachfrage, dass nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung vorliegt. „Der Schaden wird auf 50 Euro beziffert, da noch ein Zaun beschädigt wurde“, erklärt er.

Dass der Baum durch den Sturm gefallen ist, kann Anita Bottke nicht nachvollziehen. „Der hat kaum Blätter und damit kaum Angriffsfläche. Der hat schon viel stärkere Stürme überlebt.“

Hannes Ewert

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