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Neukloster Auf Schusters Rappen durch Feld & Flur

Rund 150 Frauen und Männer kamen zum Volkswandertag nach Neukloster

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Nach gut sieben Kilometern fast am Ziel: Einige Wanderer der Klasbachtal-Route.

Quelle: Foto: Haike Werfel

Neukloster. Sonniges Herbstwetter lockte gestern rund 150 Frauen und Männer zum 17. Volkswandertag nach Neukloster. Vom Klosterhof aus ging es traditionell über vier Strecken. Individuell oder geführt, zu Fuß oder auf dem Fahrrad erkundeten die Wandersleute das idyllische Umfeld von Neukloster.

10500 Schritte und 7,5 Kilometer hätten sie zurückgelegt, das zeige sein Schrittzähler an, erzählt Karl Bahls (64). Er ist mit weiteren 44 Teilnehmern durchs Klasbachtal gewandert, geführt von Mario Krüger. Der Ranger im Naturpark Sternberger Seenland gab wie immer Erläuterungen zur Entstehung des Tals, beantwortete Fragen der Wanderer zum Beispiel zu Baumarten, welches die wichtigsten sind und wie man sie erkennt. Die Naturfreunde erfuhren unter anderem, dass der Lebensbaum aus Nordamerika stammt. „Wir hatten auch einige Pilzsammler dabei, fünf, sechs Körbe haben sie gefüllt“, berichtet der Ranger.

Eva Gerke (75) aus Züsow und Roswita Holm (66) aus Bäbelin sind die Klasbachtaltour ebenfalls gelaufen, haben sie aber ein bisschen abgekürzt. Sie kommen gern zum Volkswandertag. Eva Gerke war bis auf wenige Male immer dabei. „Bewegung ist am besten“, sagt die Seniorin. Auch im Alltag gehen beide Frauen viel spazieren.

Mit acht Teilnehmern die kleinste Truppe radelte 18 Kilometer. Siegfried Naedler, seit den Anfängen im Jahr 2001 dabei, führte die Radwanderer über Nevern, Tollow, Züsow und Neuhof nach Neukloster.

„Es geht uns darum, die Auswärtigen mit unserer schönen Umgebung bekanntzumachen und auch den Einheimischen noch Neues zu zeigen“, sagte der Neuklosteraner. Diesmal machte er mit seiner Gruppe einen Abstecher zu Ralf Bodenhaupt in Neuhof. Der Bastler hat in seinem Garten verschiedene Nachbauten stehen, zum Beispiel von einem Leuchtturm und einer Kirche. „Wir wollen die Natur genießen und miteinander ins Gespräch kommen. Das kommt heutzutage oft zu kurz“, meinte Naedler.

Die Pedalritter waren als erste wieder zurück. Zuletzt kamen die 52 Wanderer um Frank Meier, Neuklosters Bürgermeister und Schirmherr des Volkswandertages, an. Auf Schusters Rappen waren sie zum Düsterberg unterwegs. Für die etwa zwölf Kilometer benötigten sie rund dreieinhalb Stunden.

Verabschiedet und empfangen wurden die Wanderer, die alle eine Plakette erhielten, von der „Klasbachtaler Blasmusik“.

Siegfried Schultz (82) vom Wanderverband MV und Ideengeber der Veranstaltung freute sich zudem über viele Gäste aus Rostock, Güstrow und Schwerin.

Tradition seit 1883

Wandern hat in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition: der „Stettiner Touristenklub“ war 1883 mit 14 Wanderfreunden Gründungsmitglied des Verbandes Deutscher Touristenvereine (ab 1908 Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine, heute Deutscher Wanderverband).

1896 hatte der Stettiner Buchheideverein 1218 Mitglieder. Zu DDR-Zeiten waren Wanderer in den BSG'n (Betriebssportgemeinschaften) aktiv, diese waren im DWBO der DDR (Deutscher Verband für Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf) organisiert.

Der erste 1990 in den „neuen“ Bundesländern gegründete Landeswanderverband war der „Norddeutsche Wanderbund e.V. Mecklenburg-Vorpommern“, der neue Landesverband der Wanderer (seit 2007) ist der „Wanderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.“

Jährlich nehmen seit 1990 Wanderfreunde aus MV an den Deutschen Wandertagen teil, und lernen so unser „wanderbares Deutschland“ kennen. Besonders aktiv im „wanderbaren MV“ sind die Wanderfreunde aus Wolgast, Malchin, Rostock und Schwerin, aus Ludwigslust und der Hansestadt Greifswald, aus der Region Wismar – Kühlungsborn und die Wanderfreunde Haffküste.

Quelle: Wanderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

H. Werfel

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