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Die Sprache der Vögel verstehen lernen

Wangelkow/Pulow Die Sprache der Vögel verstehen lernen

Die Pulower Wildnisschule Waldkauz organisierte in Wangelkow ein ungewöhnliches Seminar

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Experte Ralph Müller erklärt Numa und Malu Details zum Gefieder der Vögel. Insgesamt nahmen 17 Interessierte an dem Seminar in Wangelkow teil, zu dem die Wildnisschule Waldkauz eingeladen hatte.

Quelle: Foto: Privat

Wangelkow/Pulow. Was haben uns Vögel zu sagen? Diese Frage stand Ende Mai über einem Seminar in Wangelkow. 17 Teilnehmer ließen sich auf Einladung der Pulower Wildnisschule Waldkauz vom Vogelsprachenexperten Ralph Müller in die Geheimnisse der Kommunikation einführen, welche die Vögel innerhalb ihrer Art und artübergreifend pflegen. Müller, Jahrgang 1961, wohnt in Sonthofen-Magarethen im Allgäu und gründete 1998 seine Natur- und Wildnisschule. Seither bietet er Seminare zu praktischen Wildnisthemen an, bildet Wildnispädagogen aus und paddelt mit abenteuerlustigen Menschen in der kanadischen und polnischen Wildnis.

OZ-Bild

Die Pulower Wildnisschule Waldkauz organisierte in Wangelkow ein ungewöhnliches Seminar

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Wildnispädagoge Bastian Barucker (33), der in Pulow wohnt, ist froh, mit Müller einen Fachmann in den Lassaner Winkel geholt zu haben. „Er ist berühmt und berüchtigt für seine inspirierende und spielerische Art, Menschen in die Sprache der Natur einzuführen und sie die Geheimnisse der Vogelsprache zu lehren“, erklärt er. „Ich habe Ralph vor zehn Jahren kennengelernt und er hat mich in Seminaren und Kanutouren in die erstaunliche Welt der Sprache der Vögel eingeführt.“

Barucker nutzte die Gelegenheit, Ralph Müller, der sich seit über 40 Jahren mit der Welt der Vögel beschäftigt und das Buch „Die geheime Sprache der Vögel“ schrieb, zu interviewen. Eine Aufzeichnung des Gespräches ist im Internet auf Youtube unter dem Titel „Die Sprache des Waldes mit Ralph Müller“ jederzeit abrufbar. Müller beschreibt, dass der Gesang der Vögel für die Menschen noch vor nicht allzu langer Zeit eine Quelle lebenswichtiger Informationen darstellte, wie zum Beispiel im Bereich Gefahrenabwehr. Diese Kenntnisse seien inzwischen zwar weitgehend verloren gegangen, könnten aber wieder vermittelt werden. Wer die Sprache bestimmter Vögel verstehe, könne diese zum Beispiel für das Aufspüren und das Erforschen anderer Arten nutzen.

Müller weihte die Kursteilnehmer in das Alarm- und Kommunikationssystem der Natur ein, erläuterte ihnen, wie Vögel Informationen weitergeben und wie man ihre Botschaften verstehen kann. Während des zweitägigen Seminars in Wangelkow nahmen die Teilnehmer auch eine Artenbestimmung vor. Sie zählten sage und schreibe 68 verschiedene Vogelarten. „Es wären“, da ist sich Organisator Bastian Barucker sicher, „bei mehr Zeit natürlich noch mehr geworden.“ In der Liste finden sich auch relativ seltene Arten, wie Kernbeißer, Rohrschwirl, Waldlaubsänger, Dorngrasmücke, Gelbspötter und Schafstelze.

online: wildnisschule-waldkauz.de

Tom Schröter

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