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Kuh-Drama: A19 stundenlang gesperrt

Röbel/Wittstock Kuh-Drama: A19 stundenlang gesperrt

Zwischen Röbel und Wittstock waren am Donnerstagabend vier Tiere auf die Autobahn gelaufen. Bei einem Unfall wurde eine Kuh getötet.

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Polizei und Helfer hatten stundenlang mit dem Einfangen der Kühe auf der Autobahn 19 zwischen Röbel und Wittstock zu tun.

Quelle: Susan Ebel

Röbel/Wittstock. Kühe haben am Donnerstagabend auf der Autobahn 19 zwischen Röbel (Mecklenburgische Seenplatte) und Wittstock (Brandenburg) für einen Verkehrsunfall und eine stundenlange Sperrung gesorgt. Die vier Tiere waren am Morgen zusammen mit fünf Artgenossen von einer Weide in Bütow südwestlich von Röbel ausgebrochen.

In der Nacht waren vier Kühe auf die Autobahn gelaufen. Autofahrer informierten über Notruf die Polizei. Gegen 22 Uhr entdeckte die erste Streife die Tiere und versuchte diese von der Straße zu treiben. Die Tiere rannten zunächst die Autobahn entlang Richtung Wittstock, drehten dann aber um und liefen auf die Beamten zu. Drei Kühe konnten aufgehalten werden, ein Tier allerdings brach aus und rannte in den fließenden Verkehr. Ein 51-jähriger VW-Fahrer konnte nicht mehr ausweichen und stieß mit der Kuh zusammen. Der Fahrer blieb wie durch ein Wunder unverletzt, die Kuh war sofort tot. Schaden am Auto: rund 7000 Euro.

Die Polizisten konnten schließlich mithilfe von Landwirten aus der Region und einem Tierarzt die Kühe betäuben und einfangen. „Die Polizeibeamten haben besonnen reagiert und versucht, keine Panik aufkommen zu lassen“, sagte Dr. Karl-Heinz Niehoff. Auch Robert Last, Dienstgruppenleiter der Autobahnpolizei in Walsleben, war nach dem Einsatz erleichtert: „Uns blieb nichts anderes übrig, als die Autobahn zu sperren. Die Gefahr, die von einem so großen Tier ausgeht, ist nicht zu kalkulieren. Wäre der Tierarzt nicht vor Ort gekommen, hätten wir die Tiere erschiessen müssen.“

Am Freitag soll versucht werden, auch die anderen fünf Kühe einzufangen.

Susan Ebel

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