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Nach der Sturmflut: Frischer Kies für Wismars Strand

Wismar Nach der Sturmflut: Frischer Kies für Wismars Strand

Hilfe vom Land kam schnell – 3000 Tonnen Material werden aufgeschüttet

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3000 Tonnen Kies werden am Strand in Wismar-Wendorf eingearbeitet. Polier Dirk Gribnitz überwacht die Arbeiten und koordiniert den Radlader und den Kettenbagger.

Quelle: Foto: Michaela Krohn

Wismar. Ein Radlader und ein Kettenbagger sind zurzeit am Strand in Wismar-Wendorf im Einsatz. Ihre Aufgabe: 3000 Tonnen frischen Kies auf dem Abschnitt zwischen Seebrücke und Rettungswachturm verteilen – „einbauen“, wie Polier Dirk Gribnitz von der Wismarer Firma Dewenter sagt. Er koordiniert die Arbeiten am Strand. Denn bis heute soll der Großteil geschafft sein.

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Hilfe vom Land kam schnell – 3000 Tonnen Material werden aufgeschüttet

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Seit Anfang dieser Woche sind die Männer schon im Einsatz.

Die Maßnahme war dringend nötig geworden, denn durch das Sturmhochwasser, das die Hansestadt Anfang Januar besonders hart getroffen hatte, wurden große Teile der Küste abgetragen und Wurzeln freigelegt. Stadtsprecher Marco Trunk: „Die Flut war außergewöhnlich für Wismar. Wir gehen davon aus, dass der neue Kies an der Küste nun ein paar Jahre hält.“

Letzte Aufschüttung vor 15 Jahren

Zuletzt wurde vor etwa 15 Jahren Sand am Wendorfer Strand aufgeschüttet. Ob das neue, sogenannte gewaschene Kiesmaterial auch so lange hält, ist jedoch ungewiss. „Wenn wieder eine Flut kommt wie die letzte, wird auch wieder viel abgetragen werden. Aber selbst in einem solchen Fall sollte das neue Material etwas aushalten“, schätzt Dirk Gribnitz ein.

Der neue Kies soll zwar gut für den Hochwasserschutz taugen, ist jedoch kein feiner Strandsand. „Er passt sich aber ins Gelände ein und kommt dem Strandsand schon relativ nahe“, sagt Michael Prestin, Projektverantwortlicher und Bauleiter beim Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb (EVB) der Stadt Wismar.

Eingebaut wird der Kies mit dem Kettenbagger. Durch die Ketten entsteht unter dem Fahrzeug nur wenig Bodendruck. Andere Bagger würden einsinken, wären nicht mehr manövrierfähig.

Die Kosten für die Aufschüttung belaufen sich auf knapp 80000 Euro. 75 Prozent davon übernimmt das Land Mecklenburg-Vorpommern. „Die Hilfe vom Land kam schnell. Das muss man loben“, betont Stadtsprecher Trunk. Auch andere Regionen hätte die Sturmflut im Januar schlimm getroffen. Wichtig sei, dass zur Touristensaison alle Strände und Wasserzugänge wieder benutzbar und fertig seien, sagt Trunk.

Treppe an Seebrücke wird wieder begehbar

Auch am Abgang der Seebrücke – also der Treppe, die hinunter zum Strand führt – waren nach dem Hochwasser Schäden entstanden. Die Steine sind auseinander gebröckelt. Durch das Wasser der Sturmflut wurde der Teil des Strandes von der Treppe bis zum Küstenstreifen unterspült. Der Zugang musste daraufhin gesperrt und konnte von Spaziergängern nicht mehr genutzt werden. „Das müssen wir dann aber manuell beheben“, erklärt Dirk Prestin. Heißt: Handarbeit für den EVB.

Bis spätestens nächste Woche Donnerstag sollen alle Arbeiten am Strand in Wismar-Wendorf erledigt sein.

Küstenschutz in Wismar-Wendorf

80000 Euro kostet die Maßnahme am Strand Wismar-Wendorf. 75 Prozent davon übernimmt das Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Landesregierung kommt damit ihrem Versprechen nach, nach der Sturmflut schnelle Hilfe bei Schäden zu garantieren.

3000 Tonnen gewaschenes Kiesmaterial werden in diesen Tagen in den Wismarer Strand eingearbeitet. Zudem wird der Abgang der Treppe an der Seebrücke saniert. Sie war durch das Hochwasser unterspült worden.

Ein Holzspielgerät neben dem Wachturm der DLRG wird zudem ersetzt. Es wurde auch durch das Hochwasser beschädigt.

Michaela Krohn

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