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Premiere nach der Wende: Neue Gärten für die Hansestadt

Rostock Premiere nach der Wende: Neue Gärten für die Hansestadt

Das gab es seit 27 Jahren nicht mehr in Rostock: In der Südstadt hat offiziell der Bau der ersten neuen Kleingarten-Anlage nach der Wiedervereinigung begonnen. Weil die Nachfrage nach Gärten steigt, will das Rathaus jetzt neue Flächen schaffen.

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Historischer Moment: OB Roland Methling (v. l.), Christian Seifert und Ute Fischer-Gäde starten den Bau der ersten neuen Kleingarten-Anlage in Rostock seit der Wiedervereinigung.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat gestern an der Nobelstraße der Bau der ersten neuen Kleingartenanlage Rostocks seit der Wende begonnen. Auf einer Wiese in der Südstadt sollen bis zum Frühjahr 23 neue Parzellen für Kleingärtner entstehen. Seifert, der Vorsitzende des Verbandes der Gartenfreunde in Rostock, spricht von einem „Pilotprojekt“: „Wir wollen, dass in allen neuen Quartieren der Stadt auch Platz für Kleingärten geschaffen wird“, sagt Seifert.

 

Insgesamt 22 Parzellen für Kleingärtner sind in dem Areal geplant, zudem eine Gemeinschaftsparzelle für ein Vereinsheim und einen „Mustergarten“. „Kleine Parzellen mit rund 200 Quadratmetern liegen im Trend – sowohl bei älteren Gärtnern als auch bei jungen Familien, die es mehr und mehr wieder in den Garten zieht“, sagt Grünamtschefin Ute Fischer-Gäde. Der neue Kleingarten soll Ersatz für jene Anlagen sein, die dem akuten Wohnungsbau-Bedarf in der Hansestadt zum Opfer fallen – zum Beispiel im Bereich des Groten Pohls. „Wer dort seinen Garten aufgeben muss, wird in der neuen Anlage bevorzugt behandelt“, sagt Verbandschef Christian Seifert. Er fordert der Stadt einen „Fonds“, in den Flächen eingebracht werden, auf denen neuen Gärten entstehen können. „Wir sind bereit auch Gärten für das Wachstum der Stadt aufzugeben. Aber wir brauchen auch Ersatz.“

Insgesamt würden stadtweit bis zu 300 Menschen darauf warten, einen eigenen Kleingarten pachten zu können. „Wir wollen zunächst in der Innenstadt die noch freien Flächen bebauen. Aber wenn wir eines Tages auch mit dem neuen Stadtteil Groß Biestow loslegen, werden wir dort Platz für Kleingärten schaffen“, versichert der Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos).

Andreas Meyer

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