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Wo sind sie nur?

Wo sind sie nur?

Viele Tiere passen sich vom Aussehen her ihrer Umgebung so perfekt an, dass sie nur mit Mühe zu erkennen sind

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„Siehst du den Hirsch?“ Das Fell von Rehen und Hirschen ist gefärbt wie der herbstliche Wald. So tarnen die Tiere sich.

Ist das dort vorne ein Hirsch oder ein Baum? Vor allem im Herbst, wenn die Blätter braun werden, sind Hirsche im Wald oft nur schwer zu erkennen. Das hat die Natur wirklich gut eingerichtet – wie bei vielen anderen Tieren übrigens auch.

OZ-Bild

Viele Tiere passen sich vom Aussehen her ihrer Umgebung so perfekt an, dass sie nur mit Mühe zu erkennen sind

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Wisst ihr, warum das für die Tiere so wichtig ist? Klar, wisst ihr das. Sie tarnen sich, um sich vor Feinden zu schützen oder um beim Jagen nicht aufzufallen.

Ein Tier, das sich besonders gut tarnen kann, ist die Rohrdommel. Dieser Vogel gehört zur Familie der Reiher und lebt in Sümpfen oder flachen Gewässern wie Seen oder Teiche – dort, wo auch Schilf wächst. Das Gefieder der Rohrdommeln ist in Brauntönen gefärbt und fällt im Schilf kaum auf. Allein durch seine Farben ist der Vogel also schon schwer zu erkennen. Nähert sich ihm aber ein möglicher Feind, verbessert er diese Tarnung noch durch eine raffinierte Methode: Er stellt sich kerzengerade hin und reckt den Schnabel in die Höhe. Durch diese sogenannte Pfahlstellung ist er kaum noch von den Schilfhalmen um ihn herum zu unterscheiden. Nicht schlecht, oder? In Deutschland leben übrigens nur noch sehr wenige Rohrdommeln, weil sie hier vom Aussterben bedroht sind. In Osteuropa dagegen sind sie mehr verbreitet.

Ähnlich gut wie die Rohrdommel dem Schilf, so passt sich auch die Wolfsspinne ihrer Umgebung an. Die größeren Vertreter ihrer Art leben in Erdhöhlen, und wenn sie aus diesen Höhlen herauskommen, sind sie nur sehr schwer vom sandigen oder erdigen Boden zu unterscheiden. Für die Spinnen ist das die perfekte Tarnung, um auf Jagd zu gehen, denn die Insekten weben sich keine Netze, sondern warten an einer günstigen Stelle auf ihre Beute, um sie im richtigen Moment zu schnappen. Ihre acht Augen am Kopf helfen ihnen dabei.

So viele Augen haben Stabheuschrecken nicht, aber gut getarnt sind die Insekten auch. Ihnen nutzt diese Tarnung aber weniger zum Jagen als vielmehr als Schutz. Sie leben im Gras und wie ein Grashalm sehen sie auch aus. Vielleicht habt ihr mal eine gesehen? Sie sind hier in Deutschland zwar nicht zu Hause (sondern im Mittelmeer-Raum), werden hier aber in Terrarien gehalten, aus denen immer mal wieder einige fliehen und sich dann verbreiten.

In Deutschland zu Hause ist dagegen der grüne Schildkäfer. Ihn habt ihr bestimmt mal gesehen. Wenn er allerdings gerade auf einem grünen Grashalm saß, habt ihr ihn womöglich auch übersehen, denn er ist mit seiner grasgrünen Färbung wirklich gut getarnt. Die Käfer leben vor allem auf Wiesen.

Die grünen Käfer sind auf einer Wiese zwar gut getarnt, wenn sie diese verlassen, fallen sie aber auf. Ihre Farbe wechseln können sie nämlich nicht. Wisst ihr, welches Tier das kann? Eines, das nicht in Deutschland lebt? Genau, ein Chamäleon. Chamäleons gehören zu den Reptilien (Kriechtieren), sehen wie Echsen aus und leben in Afrika, in Südeuropa und in Süd- und Südwestasien.

Das Besondere: Sie können ihre Farbe ändern. Damit tarnen sie sich in verschiedenen Umgebungen, in erster Linie aber dient dieser Farbwechsel einem anderen Zweck.

Sie zeigen damit zum Beispiel an, ob sie gerade paarungsbereit sind.

Nele Baumann

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