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Aktionismus

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Das war’s nun also für die Heringsangler auf dem Rügendamm. Das Verkehrsministerium hat den Bereich komplett für die Angelei gesperrt – mitten in der Heringssaison.

Das war’s nun also für die Heringsangler auf dem Rügendamm. Das Verkehrsministerium hat den Bereich komplett für die Angelei gesperrt – mitten in der Heringssaison. Viele Angler sind empört, und das völlig zu Recht. Sie müssen ausbaden, dass sich wenige nicht an die Regeln halten. Seit Jahren mahnen Schilder, dass Auto- und Radfahrer nicht gefährdet werden dürfen. Dennoch haben ein paar Angler offenbar ihre Bleigewichte bis auf die 80 Meter entfernte Rügenbrücke gepfeffert.

Die Möglichkeiten zum Heringsfang sind bereits vor Jahren beschnitten worden, als die fangträchtigen Hafenbecken, etwa in Rostock, für Angler zur Tabuzone erklärt wurden. Grund war eine Verschärfung der Regeln im Zuge der Anschläge vom 11. September 2001.

Und jetzt auch noch der Rügendamm. Sicher, es geht überhaupt nicht an, dass Bleie gegen Autos krachen. Aber das Problem ist bekannt, seit langem schon. Warum ist die Schutzvorrichtung, die jetzt montiert werden soll, nicht längst gebaut worden? Das Zeitfenster für die Heringsangelei ist eng, nur von März bis April kommen die Silberlinge unter Land. Da war vorher genug Zeit für den Bau einer solchen Vorrichtung. Jetzt überstürzt den Damm zu sperren, ist Aktionismus.

OZ

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