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Mehr Unfälle mit Fahrerflucht Armselig

Man stelle sich vor: Bei jedem fünften Unfall im Land verdrückt sich der Verursacher.

Man stelle sich vor: Bei jedem fünften Unfall im Land verdrückt sich der Verursacher. Fast 57000 Mal hat es im Vorjahr auf den Straßen im Land gekracht, fast 11000 Mal machten sich Auto- oder Motorradfahrer aus dem Staub, um den Konsequenzen aus dem Weg zu gehen. Was für eine armselige Nummer.

Gewiss, hier zählen auch viele Parkplatz-Rempler mit, bei denen vermutlich nur geringer Sachschaden an Fahrzeugen entstanden ist. Dennoch müssen eben die Geschädigten die anfallenden Kosten, den Ärger in Kauf nehmen, während andere nicht den Mut haben, zu ihrem Fehlverhalten zu stehen. In fast 500 Fällen kamen sogar Menschen zu Schaden; dass hier die Versucher dennoch das Weite suchten, ist kaum zu fassen. So wie beim Unfall eines Radfahrers am Wochenende in Satow (Kreis Rostock), den ein Auto umriss. Er liegt jetzt schwerverletzt in einer Klinik.

Die Frage muss erlaubt sein: Was läuft falsch in einer Gesellschaft, in der menschliches Leben und Besitz anderer so wenig Gewicht haben? In der Täter feige in der Anonymität Schutz suchen, während andere Leid erdulden? Der Rechtsstaat muss in solchen Fällen hart durchgreifen – denn oft werden die Fahrer auf der Flucht später noch ertappt.

OZ

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