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Blutige Bilanz

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Schlechte Zeiten für den Weltfrieden: 2015 gab es auf dem Globus 223 gewaltsame politische Konflikte und 19 Kriege — Zehntausende Menschen kamen ums Leben, Millionen sind auf der Flucht.

Schlechte Zeiten für den Weltfrieden: 2015 gab es auf dem Globus 223 gewaltsame politische Konflikte und 19 Kriege — Zehntausende Menschen kamen ums Leben, Millionen sind auf der Flucht. Die blutige Bilanz des Jahres erklärt den Anstieg der Rüstungsausgaben auf 1,7 Billionen Dollar.

 

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Von Udo Harms

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Auf den ersten Blick ist es leicht, Russland und dem „Islamischen Staat“ einen großen Teil der Schuld in die Schuhe zu schieben. Es sind aber die USA, die mit 596 Milliarden Dollar ein Drittel der weltweiten Rüstungsausgaben bestreiten. So teuer ist es, die letzte verbliebene Supermacht sein zu wollen. Zugleich war kein Land der Erde im vergangenen Jahr in so viele militärische Konflikte verwickelt.

Die waffenstarrende Welt führt jedoch noch zu einem anderen ernüchternden Befund: Es gelingt der internationalen Gemeinschaft immer seltener, Krisen diplomatisch zu bewältigen. Von der EU bis zu den Vereinten Nationen fehlt es den Institutionen offensichtlich am Rüstzeug, Konflikte zu beenden — vielleicht auch weil sie kaum über militärisches Drohpotenzial verfügen.

OZ

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