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Brüssels Dilemma

Atompläne der EU-Kommission Brüssels Dilemma

Von Marina Kormbaki

Atomkraft? Ja, bitte! So lautet der erklärte Wille der EU-Kommission. Die Brüsseler Behörde fordert erneut mehr Zusammenarbeit bei der Erforschung, Finanzierung und beim Bau von Reaktoren. Die verstärkten Anstrengungen sollen Europas Technologieführerschaft im Nuklearbereich verteidigen. „Wie bitte?“, fragen nun viele und schimpfen darüber, dass die Kommission weiterhin auf eine Technologie mit unkalkulierbaren Kosten und Risiken setzt.

 

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In der Empörung geht jedoch ein wichtiges Detail unter: Ja, der Atomausstieg ist Konsens – in Deutschland. Mit der Energiewende beschreitet Berlin ziemlich allein neue Wege. Andere EU-Staaten hingegen vertrauen weiterhin auf Kernkraft. Für die traditionell atomfreundliche Kommission ergibt sich daraus ein Dilemma: Die Art seiner Energieversorgung kann jeder Staat für sich entscheiden, doch zugleich soll aus Europa eine Energie-Union werden – ein einheitlicher Energiebinnenmarkt, der die Abhängigkeit des Kontinents von russischem Gas mindert und den CO2

-Ausstoß in der EU verringert.

OZ

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