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CDU will Biber jagen lassen: Viele OZ-Leser sind verärgert

Schwerin CDU will Biber jagen lassen: Viele OZ-Leser sind verärgert

Nager soll wegen Schäden in Forst und Landwirtschaft weniger Schutz erhalten

Schwerin. Wegen ihrer regen Bautätigkeit auf Flächen von Bauern und Forstwirtschaft soll es den Bibern künftig leichter an den Pelz gehen. Die CDU-Landtagsabgeordnete Beate Schlupp hat eine entsprechende Online-Petition im Deutschen Bundestag eingereicht. Darin fordert sie, die strengen Schutzmaßnahmen des Europäischen Bibers (Castor fiber) durch die FFH- Richtlinie zu lockern. Sie begründete dies mit der sehr positiven Bestandsentwicklung und einem fehlenden finanziellen Ausgleich der durch Biber verursachten Schäden (die OZ berichtete). Biber könnten damit leichter abgeschossen oder umgesiedelt werden.

Unter den Nutzern der OZ-Facebookseite löst das starke Reaktionen aus, sowohl Pro als auch Contra, wobei die Biber-Freunde in der Überzahl sind. Rosi Horst zum Beispiel ist sauer über den CDU-Vorstoß: „Gibt’s in Deutschland eigentlich was, ohne dass es ein Problem ist? Wölfe, Biber, Nutrias, etc. Würde der Mensch sich nicht ständig einmischen in die Natur, würde diese alles selbst regeln“, meint unsere Leserin. Ines Fahrun kommentiert sarkastisch: „Und was ist mit der Population des Menschen, muss die auch unter Kontrolle gehalten werden?!“

Auch Marikka Kurzenberg ärgert sich: „Warum macht man sich nicht die Mühe herauszufinden, wo die besten Lebensbedingungen für den Biber herrschen, und setzt den Biber um. Aber klar, das kostet Geld. Da ist es besser, Gott zu spielen und sich das Recht herauszunehmen zu entscheiden, wer leben darf.“ Tino Ahrens unterstützt: „Dann muss der Mensch nicht überall seinen Sch... hinbauen und auch mal anderen Gattungen Lebensraum gestatten...“

„Na dann los – lasst uns die Städte zurückbauen“, antwortet Leser Jürgen Adomeit und zählt damit zur Fraktion derer, die den CDU-Vorschlag nicht unvernünftig finden. Er sehe es so wie Beate Schlupp, „da sich die Biber in den letzten Jahren sehr stark vermehrt haben und in meiner Gegend, wo ich wohne und arbeite, sind diese in fast jedem Gewässer zu Hause“, schreibt Sven Woitaczak . Auch Norbert Hecht ist besorgt: Bei mir zu Hause an der Elbe sind die Bäume abgefressen, so weit das Auge sehen kann, und Biebergänge unter dem Deich.

Ich bin kein Experte, aber gut sieht das nicht aus“, meint er.

Davon lassen sich die Biber-Befürworter aber nicht überzeugen. „Der Mensch muss umdenken und mit der Natur leben“, schätzt Jörg Peters ein. „Die CDU soll mal lieber ganz anderen Kreaturen an den Pelz gehen und die Tiere in Ruhe lassen“, merkt Nadine Hahn an.

Und Hinrich Nowak kommentiert bissig: „Der Untergang ist nahe. Dank der Dame, die das von ihrer Lobby ins Ohr geflüstert bekam. Irgendein Esel lässt sich immer wieder vor den Karren der Landwirtschaft spannen.“

OZ

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Greifswald
Dieses Foto mit Eisstrukturen am Kooser See – aufgenommen im Januar 2017 – schickte uns OZ-Leser Wolfgang Schielke. Eingefügt hat er ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt (1769-1860). „Von mir ein stiller Gruß an den verehrten Namenspatron meiner früheren Universität“, schreibt Schielke, der von 1974 bis 1979 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald studiert hat.

Täglich erreichen die OZ-Redaktion weitere Leserbriefe zur Namensablegung der Uni Greifswald

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