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„Das ist nicht mein Bundespräsident!“

„Das ist nicht mein Bundespräsident!“

Mehrheit der OZ-Leser lehnt Außenminister Steinmeier als Staatsoberhaupt ab

Berlin/Rostock. Nach wochenlangem Gezerre: In der Gauck-Nachfolge haben sich die Chefs der Koalitionsparteien CDU/CSU sowie SPD auf Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Bundespräsidenten-Kandidaten geeinigt. In der Union gibt es jedoch auch Kritik an der Personalie. Die Linkspartei will Steinmeier als Initiator der „Agenda 2010“ nicht unterstützen und mit einem eigenen Kandidaten antreten. Für die Bündnisgrünen ist der Außenminister ein respektabler Bewerber. Die Leser der OSTSEE-ZEITUNG äußern sich in Briefen und auf der Facebook-Seite der OZ zu Steinmeier. Die Mehrheit lehnt ihn als Kandidaten ab.

So meint Manne Ven auf Facebook: „Was hat Steinmeier in der Vergangenheit vollbracht, um Präsident aller Deutschen zu sein?“ Aber das müsse man wohl auch nicht. Sonst wäre es ein Gauck nämlich nie geworden. Torsten Paschke meint: „Ich habe immer gedacht, dass ein Bundespräsident neutral sein sollte und nicht regimetreu! Aber da werden eh immer die Posten hin-, her- und zugeschoben!“ Für Veit Ruhm ist Steinmeier nicht tragbar als Bundespräsident, da er Hetze gegen Trump verbreitet hat. Benno Thiel erklärt: „Er wird ebenso wenig Präsident aller Bürger werden wie Hochwürden Gauck. Unfassbar, was bei uns alles möglich ist!“ Auch Uwe Koob lehnt den Kandidaten ab: „Das ist nicht mein Bundespräsident!“ Holger Oppers stimmt zu: „Ein Präsident sollte eine Integrationsfigur sein, er ist es nicht.“ Ralf Yamamoto meint zu der Entscheidung: „Und sich dann wundern, wenn AfD und Co. immer stärker werden. Man könnte auf die Idee kommen, dass Frust und Ärger in der Bevölkerung ganz bewusst gesät werden.“ Vicki Müller sagt:

Steinmeier als Bundespräsident? „Wird er das, wird die SPD nächstes Jahr bei der Bundestagswahl nicht mal mehr auf 20 Prozent kommen.“

Wozu werde die Galionsfigur „Bundespräsident“ überhaupt gebraucht, fragt sich Marikka Kurzenberg . „Wenn Menschen, die das Kanzleramt innehaben, uns, die Bevölkerung, ehrlich und ernsthaft vertreten würden, bräuchten wir so eine geldfressende Figur nicht.“ Daniel Potterkeit fragt: Könne man das ganze Amt nicht abschaffen und die Jahresgage für soziale Zwecke spenden?

Laut Bundeshaushalt 2016 erhält der Bundespräsident aktuell ein Gehalt von 18900 Euro monatlich bzw. 227000 Euro im Jahr. Dazu kommt monatlich eine Zusatzeinnahme von etwa 6500 Euro, die für Bedienstete bzw. dienstliche Zwecke verwendet werden kann.

Einige Leser stimmen für Steinmeier als Bundespräsidenten. Für Julius Ungermann ist er der ideale Konsenskandidat, „auch wenn das eine unglückliche Symbolentscheidung mit Blick auf die Wahlen ist“. Ingo Mueller sagt: „Gute Entscheidung. Mit seiner ruhigen und überlegten Art ein würdiger Nachfolger.“ Henrike Pfeil stimmt zu: „Super Entscheidung! Ein Mann mit Format und sogar glaubwürdig!“

Am Ende gibt’s noch zwei Kandidaten-Vorschläge. Heiko Schmidt meint: „Der Einzige, der für das Amt infrage kommt, ist Udo Lindenberg.“ Und Uwe Richwald schlägt Helge Schneider vor.

Bernhard Schmidtbauer

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