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Der Schulgeld-Witz

Pflege in der Krise Der Schulgeld-Witz

Von Gerald Kleine Wördemann

Wer Schulabgänger nach ihren Berufswünschen fragt, bekommt selten „Altenpflege“ als Antwort. Der Beruf gilt als unattraktiv. Körperliche und psychische Belastungen sind immens, die Arbeitszeiten alles andere als familienfreundlich und die Bezahlung eher dürftig.

Wirklich überraschend ist es daher nicht, wenn die Zahl der Auszubildenden für diesen so wichtigen Beruf sinkt. Vor diesem Hintergrund wirkt es dubios, wie Mecklenburg-Vorpommern mit jungen Leuten umgeht, die sich trotzdem dafür entscheiden. Wer im Nordosten seine Ausbildung bei einem freien Träger absolviert, muss von seiner Ausbildungsvergütung im Monat zwischen 90 und 140 Euro Schulgeld bezahlen. In einigen anderen Bundesländern übernimmt das der Staat. Das zu ändern, wäre ein Leichtes, monieren die Pflegeverbände. Doch das Sozialministerium verweist an den Bund. Der will die Ausbildungen für Altenpfleger und Krankenschwester zusammenlegen. Dann soll in MV das Schulgeld wegfallen, aber nur im 3. Lehrjahr. Auch wenn es sich so anhört: Nein, das ist kein Witz.

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OZ

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