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Der billige Rausch

Trendwende beim Komasaufen Der billige Rausch

Immer weniger Kinder und Jugendliche können sich für einen Vollrausch begeistern, mitsamt allen Nebenwirkungen.

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Von Gerald Kleine Wördemann

Immer weniger Kinder und Jugendliche können sich für einen Vollrausch begeistern, mitsamt allen Nebenwirkungen. Das ist eine gute Nachricht, denn die Spätfolgen von exzessivem Trinken bei Teenagern werden oft völlig unterschätzt.

Die größte Gefahr des Komasaufens ist nicht, das Minderjährige zu Alkoholikern werden. Inzwischen weiß die Wissenschaft, das schon der einmalige Vollrausch zu bleibenden Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen führen kann. Auch bei Schlägereien, Unfällen und Vandalismus spielt Alkohol eine wichtige Rolle. Wohl jeder hatte schon einmal unangenehme Begegnungen mit grölenden, aggressiven Heranwachsenden auf der Straße, die sich nüchtern wahrscheinlich anders verhalten hätten. Vollrausch-Opfer laufen außerdem eher in Gefahr, zu erfrieren, zu ertrinken oder vergewaltigt zu werden, wenn sie ein Mädchen sind – die in MV die Jungs bei alkoholbedingten Klinikaufenthalten inzwischen überholt haben.

Steuern rauf beim Alkohol, fordern Mediziner von der Uni Rostock. Warum nicht? Schnaps kostet viel zu wenig. Für wenige Euro bietet jeder Discounter die passende Flasche zur Billig-Reise ins Delirium. Harte Drogen zum Taschengeld-Tarif – dieser Irrsinn gehört endlich abgeschafft.

OZ

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