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Der mündige Patient

Notfall-Einweisungen in Kliniken Der mündige Patient

Von Thomas Luczak

Der Vorwurf wiegt schwer: Kliniken mit schlechter Bettenauslastung würden mit Notfallpatienten gegen teuren Leerstand angehen. Also Patienten stationär aufnehmen, die eigentlich mit fundierten Therapie-Empfehlungen und einem Rezept nach Hause geschickt werden könnten.

Die Statistik stützt den Verdacht: Immer mehr Notfälle bleiben in den Kliniken. Und: Im Vergleich zu 1991 dauert der Aufenthalt im Schnitt heute bundesweit nur noch halb so lange. Gleichzeitig werden – bei einer sinkenden Zahl von Kliniken – ein Drittel mehr Patienten behandelt. Verglichen mit anderen europäischen Ländern steigt die Zahl der besonders aufwendigen Untersuchungen und Operationen.

Eine Entwicklung, die nicht nur gefährlich und teuer, sondern auch überflüssig und unethisch ist. Deshalb: Die letzte Entscheidung liegt beim Patienten. Er hat das Recht, einer Einweisung oder Behandlung zu widersprechen. Mehr denn je gefragt ist der mündige, informierte Patient. Der sich seiner Rolle als Kunde bewusst ist, sich einmischt. Auch und gerade im Krankenhaus.

OZ

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