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„Die 100 Prozent machen die Partei unglaubwürdig“

Rostock „Die 100 Prozent machen die Partei unglaubwürdig“

SPD im Hoch: Leser äußern sich skeptisch hinsichtlich der Wahlversprechen

Rostock. Die SPD bleibt in der Erfolgsspur. Gestern ergab eine neue Meinungsumfrage zur Bundestagswahl, dass die Sozialdemokraten an der CDU vorbeigezogen sind. Dass es derzeit so gut läuft in der SPD, haben sie Martin Schulz zu verdanken, da sind sich die Mitglieder einig. Am Sonntag ist Kanzlerkandidat Schulz mit 100 Prozent Zustimmung zum neuen Parteichef gewählt worden. Auf Facebook nehmen unsere Leser den Sonderparteitag und das Stimmungshoch in den Reihen der Sozialdemokraten zum Anlass, über Inhalte, Emotionen und Wählbarkeit der SPD zu diskutieren.

Marko Schwanenberg hält mit seiner Kritik an der Partei nicht hinterm Berg. SPD – für ihn „unwählbar.“ Warum? Schwanenberg zählt auf: „Hartz IV, Rente ab 67, Begrenzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes, Ausbau des Zeitarbeit- und Lohndumpingsektors, Lockerung des Kündigungsschutzes . . .“ Ingo Müller schreibt: „Ich bin gespannt auf die echte Alternative zur SPD. Indes glaube ich, dass die Punkte bei Weitem nicht alle in die alleinige Zuständigkeit der SPD fallen. Zudem empfinde ich einige dieser Entscheidungen noch immer als richtig.“

Kai Schlüter bezweifelt die Umsetzung der Wahlversprechen. „Wie lange ist die SPD in der Regierung? Warum fällt denen eigentlich jedes Mal kurz vor der Wahl ein, was sie anschließend verändern könnten?“ Steven Baer schließt sich inhaltlich an: „Ich finde auch, dass Martin Schulz Wahlversprechen macht, aber nicht die leiseste Ahnung davon hat, wie er diese realisieren oder gar finanzieren soll. Den Vorwurf, er sei ein Populist, finde ich zutreffend.“

Hagen Kreuz hat die hohe Zustimmung für Martin Schulz bei seiner Wahl im Blick. „Wie sich alle von den 100 Prozent euphorisieren lassen. Wenn ich mir zum Sonderparteitag 600 Sympathisanten einlade, die mich dann auch alle brav wählen, dann ist das wenig repräsentativ. Die SPD hat weit über 400000 Mitglieder. Ich vermute nicht, dass ihn alle gewählt hätten.“

Antje Wolff ergänzt: „Es sind gerade die 100 Prozent, die die SPD in meinen Augen nun absolut unglaubwürdig machen.“

Und Karl-Heinz Krüger betont: „Die Forderungen soziale Gerechtigkeit, Respekt und Würde kommen mir bekannt vor. Das Rad braucht nicht neu erfunden werden.“ Respekt und Gerechtigkeit seien ehrenwert, schreibt hingegen Holger Langeloh . „Der Bürger kommt vor der Lobbyarbeit. Wenn er nur einen Teil von dem umsetzt, was er propagiert, wird Deutschland lebenswerter.“ Für Ralf Yamamoto steht fest: „Die SPD wird so lange ein Hoch erleben, bis das Wahlprogramm auf Sinnhaftigkeit geprüft wird. Wenn die Ergebnisse der Nachforschungen bekannt werden, kommt das böse Erwachen.“

Juliane Lange

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