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Die Abrechnung

Klage gegen Beraterfirma in P+S-Affäre Die Abrechnung

Fast fünf Jahre nach der folgenschweren Pleite der P+S-Werften in Wolgast und Stralsund beginnt eine neue Zeitrechnung: Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann trifft ...

Fast fünf Jahre nach der folgenschweren Pleite der P+S-Werften in Wolgast und Stralsund beginnt eine neue Zeitrechnung: Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann trifft Anfang März die frühere Beraterfirma KPMG vor Gericht. Er fordert nicht weniger als 514 Millionen Euro Schadenersatz, da KPMG 2009 und 2010 zur Rettung der Werften ein fehlerhaftes Sanierungsgutachten erstellt habe. Ein Prozess, der Geschichte schreiben kann. Nimmt der Anwalt doch einen europäischen Konzern ins Visier – und wirft die Frage auf: Welche Verantwortung tragen Gutachter mit hochdotierten Verträgen, wenn ihre Ratschläge am Ende nichts wert sind? Viele Firmenchefs im Land werden den Urteilstag herbeisehnen; sind sie doch nach der Werften-Insolvenz auf Kosten sitzengeblieben. Selbst das Land könnte am Ende mit einem blauen Auge davonkommen, sollten einige der 270 Millionen an Bürgschaften wieder reinkommen. Gewiss ist dies aber nicht.

Erinnert sei an das Scheitern einer politischen Aufarbeitung der P+S-Affäre im Landtag. Was hat’s gebracht?, fragte ein CDU-Mann jüngst zum Thema Untersuchungsausschuss. Nicht viel, da die Regierenden, SPD und CDU, kraft Mehrheit einen Deckel auf das Fass nagelten. Denkste! Die Abrechnung beginnt wohl erst jetzt.

OZ

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Greifswald
Dieses Foto mit Eisstrukturen am Kooser See – aufgenommen im Januar 2017 – schickte uns OZ-Leser Wolfgang Schielke. Eingefügt hat er ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt (1769-1860). „Von mir ein stiller Gruß an den verehrten Namenspatron meiner früheren Universität“, schreibt Schielke, der von 1974 bis 1979 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald studiert hat.

Täglich erreichen die OZ-Redaktion weitere Leserbriefe zur Namensablegung der Uni Greifswald

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