Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Dünne Argumente

Streit um Sparkassen-Gehälter Dünne Argumente

Von Gerald Kleine Wördemann

Der Sparkassen-Dachverband wehrt sich dagegen, dass die Vorstände der kommunalen Geldhäuser ihre Gehälter offenlegen müssen. Das ist keine Überraschung. Zu den Aufgaben eines Dachverbands gehört schließlich die Lobbyarbeit, auch für die leitenden Angestellten seiner Mitglieder.

Die Argumente gegen die Offenlegung sind dünn: Dass Sparkassen nicht mit Steuergeld wirtschaften, liegt in der Natur der Sache. Das gilt auch für andere kommunale Unternehmen, die Profite abwerfen, beispielsweise Stadtwerke. Auch dass bei einer Insolvenz der Steuerzahler formal nicht einspringen würde, zählt nicht wirklich. Tatsächlich sind die Sparkassen durch ihren gemeinsamen Sicherungsfonds faktisch vor der Pleite geschützt.

Chefs anderer öffentlich- rechtlicher Unternehmen müssen auch ihre Gehälter offenlegen, vom NDR-Intendanten bis hin zum Theater- Geschäftsführer. Transparenz ist wichtig, die öffentliche Diskussion muss möglich sein. Bleibt die Vergütung Geheimsache, steigen Zugriffs-Chancen für Vetternwirtschaft und Filz.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Affäre Böhmermann

Von Matthias Koch

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kommentar
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Umfrage, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Umfragen" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Umfragen“ 2015-09-23 de MEINUNG Aktuelle Umfrage Ihre Meinung zählt: Geben Sie ein Votum ab zu aktuellen Themen aus Politik, Wirt- schaft und anderen Gebieten. Alle Umfragen auf einen Blick finden Sie hier.