Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
„Er verschwand mit meiner Strumpfhose unterm Auto“

Rostock „Er verschwand mit meiner Strumpfhose unterm Auto“

Leser erzählen von ihren Trabi-Erlebnissen / Schicken Sie uns Ihre Geschichte

Rostock. Immer mehr Trabi-Geschichten erreichen die OZ-Redaktion. Darin berichten Leser von ihren Urlaubsreisen quer durch die Republik, von Umzügen, die sie dank ihres Trabis stemmen konnten bis hin zu den bewundernen Blicken mancher Passanten, die das Kultauto einst auf sich zog. Der Trabant lässt noch immer Herzen höher schlagen – auch 60 Jahre nachdem die erste Rennpappe das Produktionsband verließ.

Erhard Steinhaus aus Rostock erinnert sich noch gut an eine turbulente Fahrt mit dem Trabi nach Berlin. „Kurz vor Wittstock gab es ein knackendes Geräusch aus dem Motorraum“, erzählt Steinhaus. Nach einer kurzen Inspektion war klar: Der Keilriemen ist gerissen. Zwei herbeieilende Autobahnmitarbeiter halfen mit beim Wechsel, als plötzlich die Hose von Erhard Steinhaus platzte. Nadel und Faden waren vorhanden, doch dazu musste sich Steinhaus entkleiden und die Hose seiner Frau zum Flicken geben. Weil das Ehepaar im Halteverbot parkte, dauerte es nicht lange bis zwei Polizisten auf die Reisenden aufmerksam wurden. „Bitte aussteigen“, rief ihnen einer der beiden Beamten zu. „Ich kann nicht aussteigen“, entgegnete Steinhaus, „habe keine Hose an.“ Schallendes Gelächter brach aus und die Polizisten wünschten eine gute Weiterfahrt.

Der Trabi und sein Keilriemen – eine unendliche Geschichte, die auch Doris Beck hautnah miterlebte. Die Geräusche aus dem Motorraum kennt sie nur zu gut. Sie war mit ihrem Chef auf dem Weg nach Berlin. „Er verschwand im feinen Anzug mit meiner Strumpfhose unterm Auto und hantierte eine Weile, dabei kam ihm seine Anzughose abhanden. Mit blankem Hinterteil rutschte er durch den Schnee. Am Ende kamen wir heil zu Hause an.“

Lichthupe und freundliches Winken auf der Reise nach Kassel erlebte Gisela Janowsky samt Familie. „Um dem Trabi eine Verschnaufpause zu gönnen, steuerten wir einen Rastplatz an und öffneten die Motorhaube.“ Ein junger Mann passierte den Wagen, schaute sich den Motor an, bis er plötzlich stoppte. „Ungläubiges Staunen, dann fragte er, woher wir kommen? Wir antworteten: ,Von der Ostsee.’ Er konnte es kaum fassen, dass wir mit dem Trabi soweit gekommen waren.“

Juliane Lange

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Pruchten
Pruchten stemmt sich gegen das Darßbahn-Projekt. Bürgermeister Andreas Wieneke neben einem im Dorf angebrachten Transparent.

Pruchten befürchtet Kostenexplosion und Verkehrskollaps. Die Gemeinde fordert Elektrobus statt Diesellok und ein Verkehrskonzept. Bürgermeister Andreas Wieneke (SPD) im Interview.

mehr
Mehr aus Kommentar
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Umfrage, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Umfragen" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Umfragen“ 2015-09-23 de MEINUNG Aktuelle Umfrage Ihre Meinung zählt: Geben Sie ein Votum ab zu aktuellen Themen aus Politik, Wirt- schaft und anderen Gebieten. Alle Umfragen auf einen Blick finden Sie hier.