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Es fehlt der Mut

Japan setzt weiter auf Atomstrom Es fehlt der Mut

In Japan ist die Atomkraft wieder da. 50 Reaktoren hat das Land noch, die nach den Kernschmelzen im Kraftwerk Fukushima zunächst schrittweise alle vom Netz gegangen waren.

In Japan ist die Atomkraft wieder da. 50 Reaktoren hat das Land noch, die nach den Kernschmelzen im Kraftwerk Fukushima zunächst schrittweise alle vom Netz gegangen waren. Doch seit August werden sie nach und nach wieder hochgefahren. Dabei sind die meisten Japaner gegen Atomkraft. Die Regierung um Premierminister Shinzo Abe argumentiert mit ökonomischen Notwendigkeiten. Vor der Fukushima-Katastrophe deckte die Atomkraft fast ein Drittel des Energieverbrauchs ab.

 

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Von Felix Lill

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Allein, der Regierung fehlt der Mut zum Umsteuern. Möglich wäre es: Japan ist nicht nur eine der geothermal aktivsten Gegenden der Welt, die Sommer sind heiß, die Küstenregionen windig, das Land ist umgeben von Wasser. Experten haben errechnet, dass Japan seine Volkswirtschaft bis 2050 auf erneuerbare Energiequellen umstellen könnte. Doch die Regierung hält an ihrem politischen Kurs fest. Wie bei der Bewältigung des Fukushima-GAUs setzt sie sich erneut dem Verdacht aus, die Interessen der Atombranche höher zu schätzen als die Sicherheit und den Willen der Bürger.

OZ

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