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„Für Ältere wird nicht annähernd so viel getan“

Rostock „Für Ältere wird nicht annähernd so viel getan“

Weniger Flüchtlinge, mehr freie Unterkünfte: Leser fordern Hilfe für Rentner

Rostock. Der Zustrom an Flüchtlingen hat in MV spürbar abgenommen. In den Asylbewerber-Unterkünften des Landes bleiben deshalb Tausende Plätze frei. Die insgesamt 7200 Unterbringungsmöglichkeiten werden zurzeit nicht einmal zu einem Drittel in Anspruch genommen. Aktuell sind 2000 Plätze belegt. Auf der OZ-Facebook-Seite wird deutlich, dass den Lesern auch der damit einhergehende Kostenfaktor missfällt.

So vermutet Sven Müller , dass „Angaben zu den Aufwendungen, die der Leerstand verursacht – etwa durch Bewirtschaftung und Bewachung –, bewusst nicht gemacht werden.“ Einen gezielten Vorschlag, wie das Geld stattdessen genutzt werden kann, hat Mike Kotowenko : „Man könnte es in die medizinische Versorgung stecken, damit diejenigen, die das Land am Leben erhalten, ausreichend bedacht sind.“

„Und was ist mit den alten Menschen, die Jahre auf einen Pflegeplatz warten?“, fragt Achmed Rossow . „Die Unterkunft sieht gut aus auf dem Foto“, findet Veit Suriya . „Alternativ könnte man doch tatsächlich Alten und Rentnern, die nur 650 Euro im Monat erhalten, eine günstige Unterbringung ermöglichen.“

Die leerstehenden Unterkünfte sollten für Obdachlose umfunktioniert werden, meint Wolfgang Hoth . Traurig sei, findet Ma Rina , „dass für die Älteren in der Gesellschaft nicht annähernd so viel getan wird – übrigens auch nicht für die Jüngsten, unsere Kinder.“

Als wenn es den Rentnern und Obdachlosen in diesem Land besser ginge, wenn die Asylanten nicht hier wären, sagt Mina Mii . Außerdem fügt Juliane Hausmann hinzu, dass „sehr wohl viel für Alte und Kinder getan wird.“ Es komme darauf an, wie viel Geld Kommunen, Ämter und Träger ausgeben wollen und können. Aber es geht uns immer noch sehr gut. Ich sehe jedenfalls niemanden, der für Spielplätze und Schulbücher demonstrieren geht.“

Auf die verheerende Lage der Flüchtlinge in der Welt weist Mieke Luft hin: „Hier stehen Unterkünfte leer, während auf der Balkanroute, in Griechenland und in der Türkei Menschen frieren und hungern. Ich wünschte, die Grenzen würden geöffnet werden.“

Juliane Lange

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