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Gegenhalten!

Milchpreis unter 20 Cent Gegenhalten!

Von Jens Burmeister

Milch macht müde Männer munter – und Bauern arm. So sieht’s derzeit aus, wenn manche Molkereien nicht mal mehr 20 Cent je Liter den Bauern für ihre Milch bezahlen. Die Produktionskosten liegen aber bei rund 40 Cent.

Über die Ursachen der Milchschwemme wird viel debattiert: Das Russland-Embargo, die schwache Nachfrage aus China, die Einkaufsmacht der Discounter, Wegfall der Milchquote. Gründe gibt’s immer. Und wenn es so weitergeht, ist die Milchmädchenrechnung simpel: Bald könnte es nur noch ein paar große Milchfabriken geben. Genau das ist es, was die Politik fördert: immer größere Betriebe mit immer höheren Milchleistungen. Im Moment zahlen die Bauern allein die Zeche. Handel und Molkereien verdienen weiter. Der Konzentrationsprozess wird voranschreiten, wenn die Bauern nicht gegenhalten – wenn Bauernverband, Milchviehhalter-Bund und kleinere Verbände wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft nicht zusammenstehen. Nur so können sie die Marktregeln mitbestimmen und einen Basispreis für ihre Milch festzurren.

OZ

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