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Hickhack

Schiffe für Saudi-Arabien Hickhack

Von Bernhard Schmidtbauer

Der Großauftrag für die Wolgaster Schiffbauer scheint zu kippen. Sie sollen — und wollen — 15 Patrouillenboote für die Küstenwache Saudi-Arabiens bauen. Nun werden die Werft- Mitarbeiter mehr und mehr Spielball der großen Politik.

Vor einiger Zeit hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel verlauten lassen, dass der Verkauf der Patrouillenboote an den Wüstenstaat in Ordnung gehe. Die Schiffe seien schließlich keine Waffen, die das diktatorische Saudi-Arabien gegen Protestierer im eigenen Land einsetzen könnte. Also alles klar für den Bau der Boote, dachte man in Wolgast.

Nun dreht sich der Wind aus Berlin: Seit ein paar Wochen hat Gabriel mit einem Mal Gesprächsbedarf zu Bau und Ausfuhr der Patrouillenboote. Ihm scheint zu dämmern, dass nicht alles klar ist mit den Menschenrechten in Saudi-Arabien. Vor der Küste sollen die Schiffe auch gegen Piraten eingesetzt werden. Und denen drohen Folter und Todesstrafe.

Dies müsste lange bekannt sein — auch in Gabriels Ministerium. Das jetzt entstehende Hickhack müssen allerdings die Werftarbeiter ausbaden.

OZ

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