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Im Niedergang

Linken-Parteitag Im Niedergang

Von Frank Pubantz

Wenn Linke sich streiten, kracht es richtig, und dann geht es weiter. So war das früher. Heute kündigt die Parteispitze zahm einen Neuanfang an – und alles bleibt beim Alten. Von einem Befreiungsschlag ist nach dem Krisen-Parteitag sicher nicht zu sprechen. Ursachen dafür gibt es viele.

Zunächst: Wer soll denn die Partei führen? Neben Heidrun Bluhm, die bis Herbst 2017 durchhalten will, drängt sich niemand auf. Auch der polarisierende Steffen Bockhahn, bis 2012 Parteichef, winkt ab.

Den Linken fehlen Vorturner. Auch inhaltlich dürfte der nötige Spagat schwerfallen. Für wen will die Linke denn „sexy“ sein? Alt-Kommunisten mit Nostalgie-Denke, junge Idealisten oder gar eine Mittelschicht, wie es auf dem Parteitag anklang? Alles zusammen: unmöglich. Auch die Frage danach, was die Partei sein will – Opposition oder Regierungsoption – bleibt unbeantwortet. So präsentiert sich eine Partei im Niedergang. In einer sich rasant verändernden Gesellschaft muss sich die Linke womöglich mit einer neuen Rolle begnügen: als kleine, aber laute Kraft für soziale Gerechtigkeit.

OZ

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