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Im Stich gelassen

Syrische Flüchtlinge Im Stich gelassen

Von Marina Kormbaki

Um die widerwillige Weltgemeinschaft zur Aufnahme syrischer Flüchtlinge zu bewegen, versuchte es UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gestern mit einem lichten Ausblick: „Heute sind es Flüchtlinge. Morgen könnten es Studenten und Forscher sein.“

 

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Appelle an Mitmenschlichkeit verfangen bei nur wenigen UN-Staaten. Das Leid der Geflüchteten kümmert die meisten EU-Regierungen ebenso wenig wie die Monarchen am Golf. Eine Ignoranz, die sich überdeutlich in der Kluft zwischen feierlich verkündeten Beschlüssen und den daraufhin unterlassenen Taten offenbart. So ist von den zu Jahresbeginn zugesagten neun Milliarden Euro bis heute nicht einmal die Hälfte ans UN-Flüchtlingshilfswerk geflossen; so, als ließe sich der Hunger in den Lagern aufschieben.

Heute sind es Flüchtlinge — und wahrscheinlich werden sie es noch lange bleiben. Aus den Kindern in den Lagern von Zaatari und Idomeni werden wohl keine Forscher werden. Fragen werden sie einst dennoch haben. Zum Beispiel warum die Welt sie damals so im Stich gelassen hat.

OZ

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