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In der Stierkampfschule gehen die Lichter aus

In der Stierkampfschule gehen die Lichter aus

Fahles Licht fällt durch die teils zersplitterten Fenster der großen Halle, in der man die Jungen das Töten lehrt.

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Früh krümmt sich, was ein Torero werden will: Trainingseinheit an der Stierkampfschule.

Quelle: Fabian Wegener/dpa

Fahles Licht fällt durch die teils zersplitterten Fenster der großen Halle, in der man die Jungen das Töten lehrt. Erst mit ihrem Eintreffen erwacht das baufällig anmutende Gebäude zum Leben, wenn die Schüler hier, wie jeden Abend unter der Woche, auf einen ganz besonderen Beruf vorbereitet werden: Während Gleichaltrige zum Fußballtraining gehen, lernen die Schüler der Escuela de Tauromaquia de Madrid (Madrider Stierkampfschule), wie man in der Arena Stiere tötet — und damit die Massen begeistert. Der Jüngste von ihnen ist neun, der älteste gerade 18 Jahre.

Mit gebücktem Rücken, in der Hand ein Hörnerpaar, bewegen sich  einige von ihnen  unter Stöhn- und Grunzlauten auf schwere  rote Tücher zu, die ihre Partner ihnen entgegenhalten.

Und so wie es aussieht, könnte die Schule bald selbst der Vergangenheit angehören. Denn die Stierkampfschule vor den Toren Madrids, die als die älteste in Spanien gilt, soll auf Betreiben der linken Stadtregierung geschlossen werden. „Der Stierkampf wird politisiert“, schimpft José Luis Bote, früher ein erfolgreicher Stierkämpfer und jetzt Direktor der Schule. Doch das einst so glorifizierte Spektakel, Sinnbild spanischen Kulturgutes, trifft auf immer stärkeren Widerstand. Und in Umfragen sind 57 Prozent der Erwachsenen dem Stierkampf gegenüber 

negativ eingestellt.

OZ

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