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Jagen darf kein Privileg sein!

Jagen darf kein Privileg sein!

Wer kennt sie nicht, diese schrecklichen Fotos von geschossenen Löwen, Elefanten und Giraffen in Afrika? Meist werden die von reichen Jägern aus aller Welt getötet.

Wer kennt sie nicht, diese schrecklichen Fotos von geschossenen Löwen, Elefanten und Giraffen in Afrika? Meist werden die von reichen Jägern aus aller Welt getötet. Weitab der Heimat gehen sie auf die Pirsch – aus Spaß und weil sie es sich leisten können. 35 000 Euro für ein Nashorn legen sie locker auf den Tisch, die 6000 Euro für einen Leoparden erst recht.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern drängen immer mehr Gutverdiener aus anderen Bundesländern in die Wildparadiese vor. Und es könnten mehr werden. Denn eine Erhöhung der Pacht droht, weil die Verwaltungskosten gestiegen sind. Und das könnte die meisten heimischen Jäger schon bald zum Aufgeben zwingen.

Viele Tierschützer würden das vermutlich begrüßen. Doch dann droht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, bei der der Normal-Verdiener auf der Strecke bleibt. Das wäre ungerecht. Denn Jagen ist längst nicht nur der Schuss auf die schönste Trophäe. Natur- und Umweltschutz spielen eine wichtige Rolle. Heimische Jäger kontrollieren kontinuierlich die Bestände. Sie reagieren, wenn Wildschweine in der Nachbarschaft Deiche und Vorgärten zerpflügen.

Deshalb darf Jagen kein Privileg der Reichen sein. Diese Zeit ist glücklicherweise seit Mitte des 19. Jahrhunderts vorbei. Damit sie nicht wiederkommt, sollte die Regierung bürokratische Hürden abbauen. Ihr sollte nicht daran gelegen sein, dass Jagen ein dekadentes Freizeitvergnügen für Besserverdienende wird.

OZ

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