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Kaufkraft in Rostock wächst: Leser zweifeln an Studie

Rostock Kaufkraft in Rostock wächst: Leser zweifeln an Studie

Viele Hansestädter profitieren nicht vom wirtschaftlichen Aufschwung

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Auch die Händler spüren die steigende Kaufkraft. Laut neuer Studie haben die Rostocker 4500 Euro mehr zum Ausgeben als noch 2005 .

Quelle: Foto: O. Arscholl

Rostock. Hafen, Tourismus, Hightech – die Wirtschaft in Rostock boomt. Nun kommt der Aufschwung der Hansestadt auch in den Geldbörsen ihrer Einwohner an: Jeder Rostocker hat im Durchschnitt 4500 Euro pro Jahr mehr zum Ausgeben als noch vor gut zehn Jahren. Das geht aus der aktuellen Kaufkraft-Studie des Rostocker Statistik-Amtes und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Insgesamt beziffern die Fachleute die Kaufkraft der Rostocker auf fast vier Milliarden Euro pro Jahr. Auf Facebook bekunden zahlreiche Leser aber, dass sie an der prosperierenden Wirtschaft nicht partizipieren würden.

So schreibt Jacqueline Sofka , dass sie jene Zahlen nur schwer nachvollziehen könne. „Bitte was? Wo kommen immer solche Ergebnisse her? Mir bleibt am Monatsende selten etwas über, um davon ernsthaft shoppen gehen zu können.“ Auch bei Tina Glaser verursacht die Meldung Kopfschütteln. „Das ist doch lächerlich. Die Mieten in den guten Vierteln sind exorbitant hoch, und der Verdienst ist gering! Wo soll da Kaufkraft entstehen?“ Über mehr Geld im Portemonnaie würde sich Peggy Tassin sehr freuen. „Wahrscheinlich spiegeln die Zahlen aber nur die oberen zehn Prozent wider. Na, Hauptsache die Statistik stimmt.“ Dani Holm sagt, dass sie solchen Statistiken nicht viel Glauben schenken könne. „Die Zahlen haben doch mit der Realität gar nichts zu tun.“

Ungläubig äußert sich auch Daniel Emm . „Muss an den 34 Cent mehr Mindestlohn liegen, die sofort durch weitere unbezahlte Überstunden und wegfallende Boni aufgefressen wurden. Wie auch ich, wissen wohl viele gar nicht mehr, wohin mit all dem Reichtum. Aber im Schnitt verdienen wir ja auch 3600 Euro brutto pro Kopf in Deutschland.“ Na, diese Menge Geld sollte doch zum Shoppen reichen, kontert Toralf Kretzmer und fügt an: „Es sei denn, man muss davon Steuern, Miete, Strom, Wasser und vieles mehr bezahlen.“ Und Marikka Kurzenberg meint: „Da fragt man sich doch ganz verträumt, wie diese Art Statistik zustande kommt. Viele Rostocker haben schließlich nicht einmal das Nötigste zum Leben.“ Thomas Müller versucht es mit einer Erklärung. Die Bevölkerung bestehe halt nicht nur aus Abgehängten und Mindestlohn-Arbeitern, schreibt unser Leser. „Es gibt auch erfolgreiche Menschen in Rostock. Die Kaufkraft sowie die enorme Anzahl an neuen, hochwertigen Eigenheimen in den umliegenden Regionen sind nur zwei Beispiele, die man an dieser Stelle anführen kann.“

Es sei zunächst mal nur eine Statistik, nicht mehr, schreibt Stephan Zabel . „Da muss doch noch niemand neidisch werden. Es scheint in Rostock einfach eine erhöhte Kaufkraft vorhanden zu sein. Dafür meinen Glückwunsch.“

Juliane Lange

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