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Kein Einzelfall

Flüchtlingslager bombardiert Kein Einzelfall

Von Matthias Koch

Flüchtlingsströme lassen sich per Knopfdruck auslösen, ganz bequem, aus sicherer Distanz. Wer eine Stadt wie Aleppo durch monatelanges Bombardement in Schutt und Asche legt, wer dort am Ende noch die Trümmer tanzen lässt, sendet eine klare Botschaft an die Menschen unten am Boden: Ihr verschwindet hier — oder ihr sterbt.

 

OZ-Bild

Jetzt werden in Syrien auch noch Geflohene in Lagern bombardiert. Ein Einzelfall? Man kann auch einen makabren Gesamtzusammenhang sehen: Oft gab es auch Luftattacken auf Kliniken. Zufall, Fehlschüsse? Die düsterere Deutung ist wohl die treffendere: Auch die letzten noch verbliebenen Ärzte und Nothelfer sollen systematisch vertrieben werden. So schafft man Hoffnungslosigkeit pur.

Weniger denn je sind für die Weltgemeinschaft noch Achselzucken und Wegschauen möglich.

Es geht jetzt nicht mehr um politische Details, um Weltmächte und ihre Winkelzüge, sondern um ein Mindestmaß an Zivilisation. In Syrien zeigen sich Puzzleteile, die ein juristisch relevantes Gesamtbild ergeben können: Kriegsverbrechen.

OZ

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