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Mega-Verlust mit Aida-Schiffen Langfristig planen

Wer Kreuzfahrtschiffe baut, muss Kleinstädte entwerfen. Mit Unterkünften, Sportplätzen, Restaurants, Wellness, Spielcasino und Theater.

Wer Kreuzfahrtschiffe baut, muss Kleinstädte entwerfen. Mit Unterkünften, Sportplätzen, Restaurants, Wellness, Spielcasino und Theater. Auf vorhandene Pläne können die Bauherren dabei nicht zurückgreifen. Denn anders als bei Containerschiffen ist jeder Kreuzliner ein Unikat. Außerdem ändern sich ständig die Sicherheits- und Umweltauflagen. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Neulinge im Geschäft scheitern — so wie jetzt die japanische MHI- Werft mit den Aida-Schiffen. Allerdings ist die Verlustsumme erschreckend: 1,5 Milliarden Euro — bis jetzt. Viele Werften haben schon mit geringen Summen Insolvenz anmelden müssen.

Die Schiffbauer in Wismar, Stralsund und Rostock sollten sich davon nicht entmutigen lassen. Auch sie haben einen finanzstarken Investor, der Kreuzfahrtschiffe bauen will. Das Beispiel aus Japan zeigt, wie man es nicht machen sollte. Entscheidend sind gute Planung, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie ein großes Netzwerk an Lieferanten. Dafür braucht man Geduld. Doch nur mit Weitsicht kann man langfristig auf dem Markt bestehen.

OZ

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Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Umfrage, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Umfragen" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Umfragen“ 2015-09-23 de MEINUNG Aktuelle Umfrage Ihre Meinung zählt: Geben Sie ein Votum ab zu aktuellen Themen aus Politik, Wirt- schaft und anderen Gebieten. Alle Umfragen auf einen Blick finden Sie hier.