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Lebensmittel werden teurer: Nur noch Kartoffeln essen?

Schwerin Lebensmittel werden teurer: Nur noch Kartoffeln essen?

Die Preise für Tomaten und Butter sind stark gestiegen, was viele Leser ärgert

Schwerin. Müssen wir jetzt alle den Gürtel enger schnallen? Die Verbraucherpreise in Mecklenburg-Vorpommern waren im August 2,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor, meldet das Statistische Landesamt. Bundesweit betrug die Teuerungsrate 1,8 Prozent.

Preistreiber waren vor allem Lebensmittel. Butter kostete knapp 73 Prozent mehr als vor einem Jahr. Deutlich teurer wurden auch Tomaten, und zwar um satte 21 Prozent. „Womit wurde das Auto der Kanzlerin noch gleich beworfen?“, fragt Sven Röger auf der OZ-Facebook-Seite in Anspielung auf die Tomatenwürfe vom vergangenen Freitag. „Kann den Leuten ja wohl nicht schlecht gehen, oder!?“, meint der Leser.

Viele Lebensmittel kosten mehr als vor einem Jahr: Kaffee wurde um sechs Prozent teurer, Käse um elf Prozent. Das liegt zum Teil am schlechten Wetter und an mageren Ernten. Bei der Butter ist ein weltweiter Nachfrage-Anstieg der Auslöser, während gleichzeitig viele Bauern aus der Milchwirtschaft ausgestiegen sind – auch in Mecklenburg-Vorpommern – weil es sich in den vergangenen Jahren einfach nicht mehr lohnte. Nun kann die steigende Nachfrage nicht befriedigt werden, was den Preis steigen lässt. Die „Financial Times“ warnt bereits vor einer europaweiten Butterknappheit.

Facebook-Nutzerin Anja Müller befürchtet: „Alles wird teurer und die Verpackung wird kleiner.“

Mehr als die Inflationsrate stiegen auch Hotel- und Gaststättenpreise (plus 5,5 Prozent), Heizöl (plus 14 Prozent), sämtliche Kosten für das Auto (plus 3,3 Prozent) sowie Mieten (plus2,7 Prozent).

Billiger wurden dagegen Kartoffeln (minus 16 Prozent) und Telefon- und Internet (minus 0,7 Prozent). Was Thomas Ende zu der Frage veranlasst: „Dann ab jetzt nur noch Kartoffeln?

Kartoffeln zum Frühstück, Kartoffeln zum Mittag und Kartoffeln zum Abendbrot.“ Wie man das überstehen könnte, ohne sofort den Kartoffelkoller zu bekommen, beschreibt Carmen Zoller:

„Dann gibt’s halt Kartoffelbrei, -salat, -knödel, -auflauf, -puffer, -suppe, -frites, -taler, usw.“

Alles halb so wild, wenn manche Lebensmittel jetzt mehr kosten, ist Frank Reich überzeugt: „Na und? Deutschland ist trotzdem noch ein Schlaraffenland, was die Preise betrifft.“

Internationale Vergleiche bestätigen das: In keinem Industrieland sind Lebensmittel so günstig wie in Deutschland, stellte zum Beispiel das Markforschungsinstitut IRI 2016 fest. In den USA und in Griechenland kostete ein repräsentativer Warenkorb rund 50 Prozent mehr als hierzulande.

Und wie geht es weiter, fallen die Preise bald wieder? Matthias Golde bleibt skeptisch: „Abwarten, wird alles noch teurer, wenn im Sommer 2018 die Lkw-Maut auf den Bundesstraßen kommt!“

Gerald Kleine Wördemann

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