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Leser debattieren über Eintrittsgeld am Badestrand

Rostock Leser debattieren über Eintrittsgeld am Badestrand

Auf der Facebook-Seite der OZ schlägt das Thema hohe Wellen

Rostock. Dürfen Kommunen an der Küste von Tagesgästen Eintrittsgeld für den Strand verlangen? Nein, entschied gestern Abend das Bundesverwaltungsgericht Leipzig, nachdem sich zwei Bewohner der Nordseeküste gegen die ostfriesische Gemeinde Wangerland durch die Instanzen geklagt hatten. Auf der Facebook-Seite der OSTSEE-ZEITUNG schlug das Thema schon vorher hohe Wellen.

„An der Ostsee gibt es zwar keine eingezäunten Strände, aber Gebühren müssen entrichtet werden. Ich bin dagegen“, schreibt Gudrun Unfried aus Bergen auf Rügen . „Was interessieren mich Strandkörbe, die morgens alle in eine Richtung gedreht werden, wenn ich nur mal kurz für 30 Minuten baden gehen möchte?“ Und Paul Ollrog aus Altwerben (Sachsen/Anhalt) meint:

„Nehmt Steuern für einen Besuch (Kurtaxe), Parkgebühr (16 Euro pro Tag), Preise für Getränke wie beim Oktoberfest (4,60 Euro/0,5l) und Geld für die Nutzung für das Einzige, das ihr im Überfluss habt:

den zum größten Teil schönen Strand. Wer wird dann noch sein Geld in den Geschäften ausgeben? „Sv En aus Rostock hält dagegen: „Also erstmal ist der Strand für alle Anwohner kostenfrei und für Urlauber ist der in der Regel mit der Kurtaxe bezahlt, und dafür liegt man an einem Strand, der regelmäßig gereinigt oder wo auch mal Sand aufgeschüttet wird. Da kann dann der Tagesgast auch ruhig mal zahlen. Wer das nicht möchte, dem bleibt immer noch der Weg zu einem ungepflegten Strand!“

„Auf die Nordsee schauen wollen, erst Geld hinlegen – das war meine erste Erfahrung in Cuxhaven“, wirft Christiane Latendorf ein. „Kannte ich von der östlichen Ostsee nun überhaupt nicht.“ Birgit Blume aus Sassnitz dagegen postet:

„Hier wird doch auch neuerdings Tageskurtaxe verlangt von Inselbewohnern, die entweder nicht in einem Badeort oder halt in einem anderen wohnen. Da sehr viele Insulaner sehr wenig verdienen, müssen sie sich das dann auch überlegen, ob sie sich einen Tag am Strand leisten können. Kurtaxe, Parkgebühren oder Anfahrt mit dem Bus ... Da wird ein Familienausflug schnell zur Kostenfalle.“

„Was soll noch alles vom Volk bezahlt werden? Geht’s noch?!“, empört sich Thomas Gäbler aus Ribnitz-Damgarten . „Ich wohne unmittelbar an der Ostsee, ich würde nicht einen Cent bezahlen!“ Doreen Reinecke bringt noch einen anderen Aspekt ins Spiel: „Greifswald ist zum Glück der einzige eingezäunte Strand. Hoffe nicht, dass jemand auf die Idee kommt, die Ostsee so zu verschandeln.“ Und Bernd Sturzrehm aus Rostock findet: „Die deutschen Kommunen sollten sich ein Beispiel an polnischen Bädern nehmen. Moderate Kurtaxe, kostenlose Parkplätze, keine Strandgebühren. Die Strände werden mehrfach am Tag gereinigt. Alle 50 Meter Müllbehälter. So geht kundenfreundlicher Service!“

OZ

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