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Mehr Hintergrund, mehr Umfragen, mehr Lesermeinung

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Chefredakteur Andreas Ebel erklärt die neue Struktur der OSTSEE-ZEITUNG

Rostock. Hintergründige Texte, klare und aufgeräumte Seiten. Die OSTSEE- ZEITUNG hat ihr Layout modernisiert. Die mit täglich 140000 verkauften Exemplaren auflagenstärkste Tageszeitung in Mecklenburg-Vorpommern erscheint ab heute in einem leicht modernisierten Gewand. Außerdem gibt es mit der neuen Seite „Dialog“ täglich mehr Platz für die Meinungen unserer Leser und Experten. Auf den täglich zwei neuen Seiten „Blick in die Zeit“ und auf allen Lokal- und Regionalseiten wird die OZ noch stärker als bisher die Themen hintergründig erklären, einordnen und die Folgen für die Menschen aufzeigen. OZ-Chefredakteur Andreas Ebel erklärt, was die OSTSEE-ZEITUNG mit der neuen Gestaltung erreichen möchte.

So richtig fallen die Veränderungen erst auf den zweiten Blick auf . . .

Andreas Ebel: Stimmt. Wir sind sehr behutsam an die Sache herangegangen. Unsere bei den Lesern gewohnte Grundschrift haben wir unverändert gelassen.

Warum haben Sie überhaupt Veränderungen an der OZ vorgenommen?

Andreas Ebel: Unsere Leser nutzen Medien heute anders als vor zehn Jahren. In Zeiten, in denen die aktuellen Nachrichten schnell über das Internet verbreitet werden, kommt der Tageszeitung als gedruckte Auflage eine neue Rolle zu.

Warum? Das Internet gibt es doch nicht erst seit gestern?

Andreas Ebel: Nachrichten verbreiten sich heute sehr schnell. Auch auf unserer Internet-Seite ostsee- zeitung.de bringen wir schon Minuten nach einem Ereignis die erste Eilmeldung, die wir zusätzlich über die sozialen Medien wie Facebook oder auf anderen Kanälen wie WhatsApp verbreiten. Und das mit großem Erfolg. Die digitalen Zugriffsraten steigen monatlich, mit fast 80000

Facebook-Freunden gehören wir bundesweit zu den erfolgreichsten Regionalzeitungen. Die Schattenseite: Während auf unserer Nachrichtenplattform die gleichen strengen journalistischen Grundsätze wie in der gedruckten Ausgabe gelten, verbreiten sich gerade in den sozialen Medien oft verzerrte und falsche Meldungen.

Und was hat das mit der gedruckten OZ zu tun?

Andreas Ebel: Sehr viel. Journalisten, die gründlich recherchieren und jede Information auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen, sind heute wichtiger denn je. Was falsche Informationen bewirken können, zeigen nicht nur die Brexit-Entscheidung in Großbritannien und der Wahlkampf in den USA. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, in unseren Städten und Gemeinden, haben die Bürger ein Recht darauf zu erfahren, was passiert ist und warum etwas passiert ist.

Woher wissen Sie das? Haben Sie Marktforschung betrieben?

Andreas Ebel: Ja. Eine Untersuchung des Rheingold-Instituts in unserem Verbreitungsgebiet hat das eindeutig gezeigt. Zusätzlich haben wir in den vergangenen Monaten Leser zu Konferenzen mit mir als Chefredakteur in unseren Verbreitungsgebieten zwischen Grevesmühlen und Usedom eingeladen. Das war sehr aufschlussreich und eindeutig. Unsere Leser erwarten von uns Hintergründe – und dass ihnen komplizierte Sachverhalte erklärt werden. Auch erwarten sie, dass Entscheidungen der politisch und wirtschaftlich Mächtigen kritisch hinterfragt werden und dass auch normale Menschen zu den täglichen Themen zu Wort kommen.

Und wie berücksichtigen Sie das in der neuen Struktur der Zeitung?

Andreas Ebel: Auf den beliebten Lokalseiten und auf den Seiten Mecklenburg-Vorpommern, Wirtschaft, Sport und Kultur nehmen wir uns Platz für die großen Themen, recherchieren sie gründlich.

Viele Hintergrundinformationen transportieren wir über anschauliche Grafiken, Texte und Fotos. Dazu stellen wir Umfragen, bei denen Fachleute und Leser zu Wort kommen.

Sie hatten immer donnerstags die Seite „Leser-Forum“ in der OZ . . .

Andreas Ebel: Ja, eine der beliebtesten Seiten. Sie erscheint jetzt täglich und heißt „Dialog“. Neben den Kommentaren von unseren Redakteuren zu wichtigen Themen im Land sind dort Leserbriefe, Leserfotos, Gastkommentare, die Diskussionen auf Facebook, Äußerungen unserer Leserbeiräte, Plattdeutsch-Texte und mehr zu finden.

Und das weltweite und bundesweite Geschehen fällt jetzt weg?

Andreas Ebel: Nein, im Gegenteil. Mit den täglich zwei Seiten „Blick in die Zeit“ und ein bis zwei Politikseiten je Ausgabe geben wir auch den großen Themen der Welt mehr Platz für Hintergründiges.

OZ

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Rostock
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