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Mehr Wirklichkeit

Neues Sexualstrafrecht Mehr Wirklichkeit

Der Bundestag wird morgen das Prinzip „Nein heißt Nein“ im Strafgesetzbuch verankern.

Der Bundestag wird morgen das Prinzip „Nein heißt Nein“ im Strafgesetzbuch verankern. Anders als bisher soll es auch als Vergewaltigung gewertet werden, wenn das Opfer – meist: die Frau – sich nicht körperlich wehrt, sondern verbal widerspricht oder mit Weinen deutlich macht, dass es nicht einverstanden ist. Damit nähert sich das Strafrecht der Lebens- und Leidenswirklichkeit vergewaltigter Frauen an. Die meisten Vergewaltigungen finden nicht nachts auf einsamen Feldwegen statt, sondern in den eigenen vier Wänden.

 

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Von Marina Kormbaki

Nein, der Staat mischt sich nicht ein ins Liebesleben seiner Bürger, es geht hier nicht um ein Verbot von Spielarten des Kennenlernens und Flirtens. Und ja, ein „Nein“ ist vor Gericht schwer nachweisbar. Aber das trifft auch auf viele Vorwürfe zu, etwa auf Drohungen gegen Leib und Leben. Dennoch will diese niemand aus dem Strafrechtskatalog streichen. Der Beweis einer Vergewaltigung wird weiter schwer zu erbringen sein. Trotzdem ist das Gesetz richtig. Es zeigt auf, dass die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen keine Grenzen hat.

OZ

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