Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Messerattacke in Ägypten: „Das kann überall passieren“

Kairo Messerattacke in Ägypten: „Das kann überall passieren“

Internet-Nutzer diskutieren über die Sicherheit von Reisen nach Nordafrika

Voriger Artikel
Meister Adebar tanzt durch den Sommer
Nächster Artikel
Schnelle Hilfe

Blick über den Strand von Hurghada: Ein Attentäter attackierte hier vergangenen Freitag mehrere Urlauber mit dem Messer.

Quelle: Foto: Christina Rizk/dpa

Kairo. Lange galten Destinationen wie die Türkei, Tunesien und Ägypten als populär. Zunehmend aber werden jene Ziele von Reisenden als unsicher wahrgenommen.

Mit der jüngsten Messerattacke in einer ägyptischen Hotelanlage in Hurghada, bei der zwei deutsche Urlauberinnen getötet worden sind, steigt die Angst vor Terror. Den Auftrag, gezielt Touristen anzugreifen, habe der Täter von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erhalten, wie es aus ägyptischen Sicherheitskreisen heißt. Auf der OZ-Facebook-Seite diskutieren Nutzer über Bedrohung, subjektives Angstempfinden und Konsequenzen bei der Urlaubsplanung.

Ulrike Palm hat sich bewusst dafür entschieden, „den Tourismus im eigenen Land zu stärken. Wie viele reisen durch die Welt und kennen ihre Heimat nicht. Wir brauchen unsere Identität und die geht weiter zurück als bis zu den beiden Weltkriegen und dem Mauerfall.“

Conzel Ste erzählt, dass sie vor Kurzem erst in Ägypten ihren Urlaub verbracht habe. Sie ist überzeugt, dass „solche Taten häufiger in Europa als in den besagten Regionen passieren. Bei jedem Anschlag, sei es London, Paris oder Berlin wäre ich in jedem ägyptischen Hotel sicherer gewesen.“ Und außerdem: „Ostasiatische Reiseveranstalter warnen inzwischen vor Reisen nach Deutschland, soviel dazu.“ Achy Hennings scheut sich vor Reisen in den Nahen Osten und nach Nordafrika, wie er schreibt. Immer treibe der Geiz die Menschen zu diesen Destinationen.

„Für mich wäre das Russisch Roulette.“

Holger Oppers stellt sich dieselbe Frage. „Wie kommt man darauf, in Ägypten noch Urlaub zu machen?“ Manuela Woltersdorf glaubt die Antwort zu kennen. „Manche lieben das Risiko. Man weiß doch, dass man in solche Gegenden nicht mehr reist.“ Carsten Oergel ist es in dieser Debatte ein Anliegen herauszustellen, dass er und seine Familie sich im letzten Hurghada-Urlaub sicher gefühlt haben. „Es war traumhaft, und wir fliegen wieder dorthin.“ Sein Beileid gehöre den Angehörigen. „Aber mal ehrlich. Man weiß doch nie, was für durchgeknallte Menschen an deutschen Stränden rumlaufen.“

Sandra Stoye gibt zu, dass sie das Land mittlerweile meide, weil es ihr, unabhängig von der Schönheit, zu unsicher geworden sei. Stephanie Fernholz

berichtet, dass sie viele Jahre in Ägypten gelebt habe. „Wieder ein Rückschlag für das Land. Das macht mich einfach nur traurig.“ Michael Hanke fragt sich nun, ob jetzt alle in Deutschland Urlaub machen sollen. Zuerst müsse das Auswärtige Amt die Meldung offiziell bestätigen. Und überhaupt: „Wie viele Menschen sterben täglich in Deutschland?“ Elke Scheler

bleibt vorerst „auf Balkonien“. Und nach Thüringen fahre sie noch. Die Meldungen über die Anschläge empfinde sie als „ gruselig“.

Juliane Lange

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald

Bundestagskandidaten im Wahlkreis 15 stellen sich Fragen des Frauenbeirats der Hansestadt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kommentar
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Umfrage, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Umfragen" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Umfragen“ 2015-09-23 de MEINUNG Aktuelle Umfrage Ihre Meinung zählt: Geben Sie ein Votum ab zu aktuellen Themen aus Politik, Wirt- schaft und anderen Gebieten. Alle Umfragen auf einen Blick finden Sie hier.