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Moped mit 15: Leser befürchten höheres Unfallrisiko

Schwerin Moped mit 15: Leser befürchten höheres Unfallrisiko

Im Netz wird über Vor- und Nachteile des vorzeitigen Führerscheins diskutiert

Schwerin. Nun ist er also da, der Mopedführerschein mit 15. Mit MV gilt er seit wenigen Tagen im gesamten Osten, außer in Berlin. Dabei erfährt das Angebot großen Zuspruch. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg gab es im ersten Halbjahr dieses Jahres schon 3550 Prüfungen in der Klasse AM 15. Der Modellversuch „Moped mit 15“ ist bis Ende April 2018 befristet und wird wissenschaftlich begleitet. Viele OZ-Leser, die sich im Internet zum Thema austauschen, sind sich einig: Ginge es nach ihnen, hätte es die Möglichkeit schon längst geben müssen. Andere sind skeptisch. Sie befürchten ein erhöhtes Unfallrisiko.

Peter Schrader findet: Da kehre etwas Gutes aus DDR-Zeiten zurück. Sein Wunsch ist, dass nun noch die Geschwindigkeit auf 60 km/h heraufgesetzt werde. Axel Füllgraff erklärt dazu: Das Moped stehe für Freiheit. „Ich habe meinen Führerschein seit 1983 und fahre noch immer sehr gerne.“ Frank Nosnibar freut sich über die Einführung. „Endlich hat man erkannt, dass das Mofa 25 nicht mehr zeitgemäß ist. Das sollte abgeschafft werden. Hoffentlich bald auch in Bayern.“

Benno Radtke begrüßt den Führerschein mit 15, fühlt sich aber verschaukelt, wie er schreibt. „Die BRD scheint mit ihren Regeln noch immer im technischen Mittelalter zu leben.

Ich selber bin Jahrgang 1954, habe ohne Probleme mit 14 den Führerschein gemacht.“ Radtke fragt, warum die Möglichkeit der heutigen Jugend nicht geboten werde. „Auf der anderen Seite sollen sie mit 16 schon wählen gehen, irgendwie ein Widerspruch.“

Für Andre Kutzborski ist das jetzt „wirklich der Kracher. Modellversuch, wissenschaftlich begleitet, ich bin begeistert.“ Dass das „hier alles schon mal Realität und völlig normal“

gewesen sei, lässt er nicht unerwähnt. „Es wurden ja viele gute Dinge abgeschafft, die man jetzt einfach neu erfindet.“ Falko Fritz erinnert sich mit Wehmut an die Episode, dass „die Simson-Werksleitung 1990 mit dem Anliegen, den in der DDR üblichen Mopedführeschein mit 15 Jahren auch für die neue Bundesrepublik zu übernehmen, gescheitert ist. Sie wurde mit ihrem Anliegen abgewatscht.“

Neben all dem Zuspruch gibt es auch Kritik. Jens Lehnert befürchtet hohe Preise. „Früher konnte man den Führerschein für kleines Geld auch in der Schule machen. Heute muss man rechnen, ob es sich überhaupt lohnt, so viel Geld auszugeben, oder ob man bis 18 wartet und alles zusammen macht.“ Sandra Paasch nimmt die Unfallgefahr ins Blickfeld. „Als ob man den Krankenwagen nicht schon oft genug hört. Total unüberlegte Sache.“ Sandra Peters meint, man solle zuvor bundesweite Moped-Kontrollen durchführen. „Ich sehe oft welche, die 60 km/h und mehr fahren, aber laut Kennzeichen nur maximal 45 km/h dürfen.“

Juliane Lange

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