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Nach Rehbergs Rüge an der SPD diskutieren Leser kontrovers

Berlin Nach Rehbergs Rüge an der SPD diskutieren Leser kontrovers

Der Wechsel der Sozialdemokraten in die Opposition stößt auch auf Verständnis

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Eckhardt Rehberg ist seit 2005 CDU-Bundestagsabgeordneter. Er hat auch bei der jüngsten Bundestagswahl sein Direktmandat erfolgreich verteidigt. Rehberg gilt als Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Berlin. Seine entschiedene Kritik an der SPD bleibt nicht unkommentiert. Auf der OZ-Facebook-Seite mischen sich zahlreiche Nutzer in die von Eckhardt Rehberg angestoßene Debatte ein. Als „puren Egoismus“ bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU- Bundestagsfraktion aus MV die Entscheidung der SPD-Bundesspitze, keine erneute Große Koalition mit der CDU einzugehen und stattdessen in die Opposition zu wechseln. Mit staatspolitischer Verantwortung habe das nichts zu tun, moniert Rehberg.

Birgit Blume aber meint: Die SPD habe das einzig Vernünftige getan. „Lieber nicht mitregieren und nach Merkels Pfeife tanzen. Jetzt hätte die SPD Gelegenheit, sich wieder zu finden und sich in Erinnerung zu rufen, wofür das ,S’ im Parteinamen steht. Sie könnte sich jetzt als starke Opposition beweisen und wäre vielleicht in vier Jahren wieder eine wählbare Partei.“

Heino Förste unterstreicht dazu: Das sei eben Demokratie. „Ich kann die SPD sogar dahingehend gut verstehen, dass sie nicht mehr mit der CDU koalieren will.“

Karl-Heinz Krüger ist der gleichen Auffassung. „Die SPD macht nun das Beste aus ihrer Situation. Oder soll die AfD im Bundestag den Oppositionsführer stellen? Bloß nicht. Was will die SPD in der Regierung?“ Mit Roland Hildebrandt meldet sich ein Leser zu Wort, der Rehbergs Kritik als „völligen Schwachsinn“ bezeichnet. Er fragt: „Soll die SPD sich jetzt selbst zerstören? Auch die Union würde an der Stelle der SPD nicht anders handeln können.“

Bernd Burwitz indes begreift die neuen parlamentarischen Konstellationen als Chance. Durch die AfD werde es endlich wieder eine echte Opposition im Bundestag geben. Offen bleibe für ihn, ob die Partei nach vier Jahren noch als geschlossene Formation fungiert. Möglich sei auch ein Auseinanderdriften. „Wenn sie nur herumzanken und nichts Konstruktives beitragen, ist das dann auch richtig. Aber warten wir erst mal ab, wie es sich entwickelt.“ Monika Knoll versteht die Aufregung nicht. Das Verhalten der Politiker sei nicht neu. „Das ist doch bei keiner Partei anders. Erst kommen sie selbst, was man prima an den Diäten ablesen kann, dann kommt ein tiefes Loch und dann das Volk.“

Olaf Claus hingegen kann die Enttäuschung, die in den Ausführungen von Eckhardt Rehberg mitschwingt, nachvollziehen. „Wenn ich die SPD wähle, dann möchte ich auch die SPD bekommen. Jetzt sind Spitzenpolitiker gefragt, um für Deutschland eine regierungsfähige Mehrheit zu organisieren.“ Klaus Herzog springt Rehberg ebenfalls bei. „Er hat recht.“ Und weiter: Die SPD sei nur darauf aus, verlorene Wählerstimmen wiederzubekommen. Mit einer fortschrittlichen Agenda habe das nichts zu tun.

Juliane Lange

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