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„Peinliche Aktion und eine Schande für den Verein“

Rostock „Peinliche Aktion und eine Schande für den Verein“

Leser sind empört über Hass-Banner von Hansa-Anhängern gegen RB Leipzig

Rostock. Das verunglimpfende Banner aus der Partie des FC Hansa gegen Halle könnte ein Nachspiel haben; der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ermittelt. Grund ist das Plakat mit der Aufschrift „In Rostock mit Fäkalien, in Dortmund mit Steinen ... So geht man um mit Bullenschweinen!“ (die OZ berichtete) Fußballfans, Hansa-Funktionäre und Leser sind schockiert. Die Klubführung distanzierte sich ausdrücklich von der hasserfüllten Botschaft an den RB Leipzig. „Es wurden eindeutig Grenzen überschritten“, sagte Hansa-Chef Robert Marien. Und weiter: Man werde alles tun, um zur Aufklärung des Vorfalls beizutragen. Auf Facebook entbrannte gestern eine heftige Diskussion.

Tommy Müller schreibt: „Die Unternehmen, die im Stadion werben, müssten umgehend ihre Verträge aufkündigen. Der Verein muss einschreiten und etwas gegen seine Problemfans unternehmen.“

Peinliche Aktion und eine Schande für den Verein, findet auch Heino Müller . Und René Kretzschmar ist der Meinung, dass nur die Auflösung des Vereins noch sinnvoll sei. „Anschließend sollte man alle in die Wüste schicken und die Plakat-Schreiber zur Verantwortung ziehen.“ Andauernd lese sie „Verein auflösen“, ärgert sich Anja Hermann . „Das ist doch Blödsinn. Der Verein muss ständig für die Negativ-Schlagzeilen geradestehen, die die Fans verursachen. Es wäre völlig in Ordnung, wenn diese mit humanen Methoden ihren Klub unterstützen würden. Leider ist das nicht der Fall, und das ist sehr traurig.“

Bei solchen Plakaten dürfe ein Spiel erst gar nicht angepfiffen beziehungsweise früher aus gegebenem Anlass abgepfiffen werden. „Der Verein und die Sponsoren müssen endlich aufwachen“, sagt Detlef Mühlberg . „Durch solche Aktionen der geistigen Tiefflieger bekommt RB Leipzig reichlich Presse. Darum brauchen sie sich gar nicht mehr selbst zu kümmern“, ist Ronny Wend überzeugt.

„Es wäre so schön“, meint Antje Drewes , „wenn das Spiel wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit käme, so wie es noch in den Achtzigern war.“ Hendrik Funk

relativiert indes das Geschehene: „Herrgott, es ist unschön und verwerflich, was passiert ist. Trotzdem: Es war nur ein Banner. Schaut auf andere Vereine, in deren Reihen ganz andere Dinge an der Tagesordnung sind.“

Frank-Christian Lehmann betont schließlich: „Beleidigungen sind Äußerungen, die das verfassungsmäßige Grundrecht auf Meinungsfreiheit nicht mehr gewährleisten.“

Juliane Lange

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