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Rattenbefall in der Uni-Klinik: „Das gibt es auch woanders“

Rostock Rattenbefall in der Uni-Klinik: „Das gibt es auch woanders“

Facebook-Nutzer führen Debatte zwischen Verständnis und Verunsicherung

Rostock. Schädlingsbekämpfung in der Rostocker Uni-Klinik. Nachdem am Mittwoch dieser Woche bekannt wurde, dass das größte Krankenhaus des Landes mit einer Rattenplage zu kämpfen hat, wurden die Hygienemaßnahmen umgehend verschärft. So seien Kammerjäger und Hygienespezialisten im Einsatz, versicherte Klinikvorstand Harald Jeguschke. Die Klinik geht davon aus, dass die Tiere von der benachbarten Großbaustelle stammen. Und weiter: Vermutlich seien sie aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt worden. Auf Facebook melden sich Nutzer zu Wort, die verunsichert sind, und andere, die sich unbeeindruckt zeigen.

Tobias Ascher befürchtet, dass die Tiere „Krankheiten übertragen“ könnten. Ca Ro weist darauf hin, dass auf den Stationen mitunter „kranke, immunschwache und frisch operierte Patienten“ liegen würden. Diana Stöwer erkennt indes einen Zusammenhang zwischen Rattenbefall und unzureichender Reinigung. „Früher gab es ordentliches Personal auf den Stationen. Es wurde täglich gründlich gesäubert und desinfiziert. Heute werden meist nur Firmen beauftragt. Da geht es ums Tempo.“

Peggy Kleditz unterstreicht: Die Zustände seien „überall schlimm“. Widerworte kommen von Jenny Kay . Sie ergreift Partei für das Reinigungs- und Pflegepersonal. „Wie das wieder mit den Angestellten in Verbindung gebracht wird.“ Das sei lächerlich angesichts der steigenden Aufgaben und der wenigen Zeit.

Kai Ohl vermutet die Ursache unter anderem in der Abfallbeseitigung. Die Sorgfaltspflicht gehe jeden Haushalt etwas an. „So lange wir unseren Müll in hauchdünnen gelben Tüten auf die Straße werfen, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass sich Ratten ausbreiten.“ Petra Pagst sieht keinen Anlass zur Beunruhigung. „Stress zu machen, ist unnötig. Ich habe gelesen, dass in Berlin mehr Ratten leben als Menschen. Ich denke, das wird überall so sein.“ Die Klinik habe nur Pech gehabt, dass die Geschichte öffentlich gemacht worden sei.

Hierzu passt der Beitrag von Sarah Michael : „Denkt mal nicht, dass die Uni-Klinik die einzige ist. Ich habe schon woanders Ratten gesehen.“

Sylvia Horlacher will wissen, dass „das Pflegepersonal der Klinik zu DDR-Zeiten mit Mäusen und Ratten im Dachstuhl leben musste“. Dass die Tiere dort heute noch unterwegs seien, empört sie. Matthias Virgin zeigt sich wenig überrascht. „Kein Wunder, in den Kelleranlagen der Klinik in der Schillingallee steht das Wasser.“ Als ehemalige Krankenschwester trägt Veronika Schonbeck ihre Gedanken bei. „Die Tiere hat es immer gegeben und wird es auch immer geben – allein aufgrund von Müll und Essensresten. Woher sollen sie wissen, dass sie ausgerechnet da nicht hin sollen.“

Juliane Lange

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